…and the beat goes on…

11 05 2010

…warum will Janosch eigentlich nach Panama??…Warum wollten wir eigentlich weg von „zu Hause“…weil da ist es doch am schönsten? Einmal auf Palawan und ihr habt kein zu Hause mehr …weg von der Kirchturmspitze, rein ins Getümmel…auf nach Palawan…das erste Mal führt sich diese Reise wie Urlaub an…oder je nachdem was man unter Urlaub versteht…aber will man Sonne, Strand, Meer…dann findet man es hier…daneben hat Palawan aber noch soviel mehr zu bieten…unterirdisch verlaufene Flüsse, Berge, Urwald…kaum zu glauben, dass dies die ehemalige „Lepra Insel“ des Landes war…aber vielleicht befand sie sich deshalb so im Dornröschenschlaf…und wollte der Tourismus hier auch mal Fuss fassen, so stolperte 2002 über fundamentalistische Moslems oder deren Trittbrettfahrer, die auf Palawan 2 oder 3 Westler entführten um einen von denen bei nicht bezahltem Lösegeld eine Kopf kürzer zu machen…so strauchelte die Insel mehr als das sie ins nächste Jahrtausend sprinten konnte…denn die Massen blieben fern…doch langsam beginnt sie wieder zu atmen und zu leben…Verbindungen werden wieder reanimiert…es bildet sich eine Infrastruktur, welche aber nicht das Mass überschreitet…doch mal wieder Kassette einlegen und zurückspulen…Sagada hat uns in die weite Welt geschickt und so mussten wir auf eigenen Füssen stehend weiter ziehen…irgendwie bereitete uns Manila Kopfzerbrechen…selbst die Flipininos rieten uns ab auch nur einen Tag mehr als nötig in ihrer Hauptstadt zu verbringen…nehmt kein Essen von Mitreisenden an, insbesondere keine mit K.O.-Tropfen präparierten Bonbons…steigt niemals in Taxis ohne die Rückbank zu checken…geht nicht dort hin…tut nicht jenes, vermeidet dieses…Paranoia? Wir hatten ja viel gelesen, aber aus dem Mund uns jetzt so vertrauter Gesichter? Was sich wirklich schwierig gestalte, war zu einer christlichen Uhrzeit in diesem so wohl gepriesenen Ort anzukommen…das hielten wir für die halbe Miete, wollten wir doch überleben und vielleicht auch noch mit Ipod und Laptop im Gepäck…also verließen wir Sagada um 4:30 Uhr in der Nacht, um über das zuvor schon viel „gelobte“ Baguio nach Manila zu reisen…14 Stunden Busfahrt und wir hatten es geschafft…so gut es ging tarnten wir uns als Filipinos, doch rote Haare, Sommersprossen, sowie Rucksack und Fjällraven Hose sind nicht landestypische Erkennungsmerkmale…also schnell von einem Vehikel ins nächste um kaum erkannt im Hotel zu landen…nach Ankunft mussten wir erstmal Luft holen, nahmen die Scheuklappen ab und sahen vielleicht durch unser naives Auge eine lebendige, etwas chaotische Großstadt mit zwei Gesichtern…moderne Malls in zum himmelstrebenden Hochhäusern gefüllt mit lachenden, gut aussehenden und wahrscheinlich wohl situierten Filipinos auf der einen Seite und heruntergekommene, Leid geplagte, meist noch viel zu junge Gesichter auf der anderen Seite…erneute Prostitution an jeder Ecke, wobei auch hier uns das eine oder andere Gesicht viel zu jung erschien…trotzdem war Manila weit weg von dem Image, dass wir uns vorher gemalt hatten bzw. was uns gezeichnet wurde und so verbrachten wir einen viel zu kurzen Tage in dieses doch aufgeregten Metropole…erneuter Flug mit Cebu Pacific und nach einer Stunde landeten wir auf der beschriebenen Trauminsel…der erste Eindruck ließ dies jedoch nicht vermuten, denn so schön Puerto Princesa als Hauptstadt der Insel auch sein mag so ist es doch gegen all andere Orte auf dieser Insel chancenlos und hinkt weit hinterher…auch ein „auf die Straße Müll werfen“ Verbot mit saftigen Strafen à la Singapur mochte daran nicht viel ändern…doch das wussten wir ja alles zu diesem Zeitpunkt noch nicht…unsere Unterkunft war eine kleine Travelleroase mit ebenso bescheuerten wie freundlichen Gestalten…“Banwa“ mitten eher im Nierenbereich von Puerto Princesa denn das Herz schlug eher woanders auch wenn es hier eher so vor sich hinpocherte ohne erkennbaren Rhythmus…Rike tappelte schon den ganzen abend von einem Fuß auf den anderen machte sich doch Aufregung in ihr breit vor der ihr gestellten Aufgabe…denn ein Tauchschein musste her…haben wir jetzt schon so viel schönes an der Oberfläche gesehen, so verbarg sich doch noch eine ganz andere Welt unter der selbigen…also Taucherbrille auf, Schnorchel rein nochmal tief Luft holen über Wasser um dann zum ersten Mal selbiges unter Wasser zu vollführen…das geschah alles am ersten Tag noch in den wohligen Gefilden eines Pools…erst am nächsten Tag ging es in die salzigen Gefilde und so war uns beiden doch etwas mulmig uns rückwärts vom Boot in die in Gedanken haiverseuchten Fluten zu stürzen um dann nicht nur wie am ersten Tag einen Meter unter zu tauchen, sondern uns bis zu 12 Meter hinunter zu gehen,,,das hört sich immer erstmal nicht so tief an, doch sitzt man zum ersten Mal allein auf dem Meeresgrund, kniend zwischen Fischen und Korallen Gleichgewicht suchend mit dem Blick nach oben zu seiner Partnerin und dem philippinischen Tauchlehrer Romel, die man beide nur schemenhaft erkennt etwas geblendet durch die Sonnenstrahlen die weit aufgefächert die ersten Meter durchdringen so mag man vor seinen geistigen Auge vielleicht erkennen, dass dies atemberaubend ist, ohne dass man sich bisher überhaupt umgeschaut hat…das erste was wir aber gelernt haben ist das atemraubend keine Option ist, also brav weiter ein und ausatmen und zum ersten Mal die Flossen in Bewegung setzen und sich auf das einlassen was uns durch TV und Bildern doch bekannt aber doch so fremd erscheint…Romel erwiess sich hierbei als Türöffner zu einer neuen Welt als genau richtiger Schlüsselkeeper und so konnte er auch Rike die Angst nehmen und so verbrachten wir fast vier Tage zumindest in Gedanken mehr unter als über Wasser, denn auch nach den erfolgten Tauchgängen mussten wir uns noch weiter mit der Theorie beschäftigen, um am letzten Tag unser ersehntes Zertifikat in den Händen zu halten…also Sachen gepackt um die meisten davon zurückzulassen…denn leicht bepackt reist es sich im wahrsten Sinne des Wortes leichter und so ging es verrückt weiter nach Coco Loco…ein eher karibisch anmutender kleiner Sandhaufen an der Nordostküste von Palawan…hier sollte es neben Essen, Schlafen, Lesen und selbiges in jeglicher Kombination nichts weiteres geben….das ließ sich auch mehr als gut aushalten…doch die Franzosen machten uns einen strich durch die Rechnung und so trieb uns auch unser schlechtes Gewissen wieder unter Wasser…so traf man auf diesem Part der Reise auf eine ganz andere Gruppe von Urlaubern deren Aussortierung mal wieder über den Preis des Spektakels stattfand…denn die Tage und Nächte auf diesem Eiland waren die bisher für uns teuersten doch für die Franzosen die man dort antraf wahrscheinlich die bis dato billigsten…so lief man sich genau in der Mitte über den Weg und wie sich nachher herausstellte nicht nur einmal sonder öfter auf dieser Reise…jedenfalls machte uns der eine dieser Baskenmützenträger nicht nur auf die kulinarischen Vorzüge der Unterwasserwelt aufmerksam und so ging es doch ein paar Schritte weiter zum Tauchshop…eigentümlicherweise wurde wir in norddeutscher Manier nahezu wortlos oder karg begrüßt…was daran lag, dass sich hier ein Exemplar aus diesen Gefilden niedergelassen hatte der seit mehr als 7 Jahren das Riff vor seiner Haustür hegt und pflegt wie seinen eigene Garten und jeden Stein und jedes Getier kennt und wirklich liebt….nachdem es nach wenig Kommunikation also wieder unter Wasser ging wurde bei selbigem Tauchmeister wohl ein Hebel im Kopf umgelegt und so sprudelten die Worte nach über 70 minütigem Tauchgang nur so aus ihm heraus…merke: kann ein Norddeutscher nicht reden, sondern nur mit Zeichensprache kommunizieren, so reagiert er trotzig und versucht das ganze mit einem Wortschwall zu kompensieren sobald er die Gelegenheit dazu bekommt….dieser Schwall gestaltete sich aber mehr als interessant und so lernten wir weiter mehr über Flora und Fauna um nach 3 schönen Tagen wieder aufs Boot zu steigen um den nun sehr staubigen Weg weiter zu beschreiten gen El Nido…mehr als einmal haben wir bisher auf den Philippinen das Gefühl gehabt uns auf südamerikanischen oder spanischem Terrain zu befinden mit Ortsnamen wie besagten oder El Salvador, Buenavista oder Valencia, selbst durch Trinidad durften wir noch reisen, aber dazu später…El Nido glänzt nicht durch den Ort auf dem Festland an sich, sondern vielmehr durch die ihm vorgelagerten Inseln…der eigentliche Zeitvertreib besteht also aus Islandhopping…also Boot gechartert und sich mit 8 nicht englisch sprechenden Chinesen auf selbigen wieder finden…einzige Kommunikation war das Angebot von Mentholzigaretten und Zeichensprache, aber das waren wir ja durch das vorangegangene Tauchabenteuer gewohnt streicht man mal den Nikotinteil aus dem vorangegangenen Abschnitt…El Nido ist nicht mehr unberührt doch die Quantität an Qualität verteilt den Tourismus so gut…dass man manchmal doch glaubt der erste Mensch zu sein der sich diesen Sand durch die Zehen rieseln lässt an diesem Bilderbuchstrand…grundlos ist so ein Fischerdorf ja nicht innerhalb von 10 Jahren zum Touristenmagnet geworden…das ganze vor der Kulisse ekelhaft romantischer Sonnenuntergänge…egal wir müssen weiter oder vielmehr zurück, denn die Tage auf Palawan verstrichen wie im Fluge und so ginge es weiter flugtechnisch gesehen nach Bohol als letzten Punkt unserer Philippinen Rundfahrt…Bohol liegt mitten in den so genannten Visayas die Inselgruppe quasi zwischen Luzon, Palawan und Mindanao…doch zuerst landeten wir auf Cebu und mussten weiter mit dem Boot nach Tagbilaran der größten „Stadt“ auf Bohol…Bohol macht auf sich aufmerksam mit großen Postern mit komisch geformten Hügeln die als sogenannte „Chocolate Hills“ verkauft werden…wahrscheinlich treibt einen also diese süßlich, cremige und braungefärbte Assoziation auf dieses Eiland, denn gute Schokolade gibt es so selten wie Käse…unsere Unterkunft lag mitten im Urwald…von der Hauptstraße 20 minütiger Fußmarsch durch den selbigen auf einem je nach Wetterlage mehr oder minder geformten Weg um dann noch 200 Stufen hinab zu klettern…Bungalow direkt am sogenannten Lobok River und wieder eher südamerikanische Assoziationen im Kopf sahen wir uns doch schon fast an einem kleinen Arm des Amazonas…nach etwas unruhiger Nacht, denn nachts erwacht der Urwald und Geräusche ließen sich nicht eindeutig bekannten Tieren zu ordnen, schwangen wir uns auf ein geliehenes Motorbike, welches in den nächsten Tagen unser bester Begleiter werden sollte…nach kurzer Stipvisite an mehreren über den Fluß gebauten hängenden Brücken ging es weiter zum Tarsier Sanctuary…Tarsier oder auch Kobolde wecken wohl in jedem Vater- bzw. Muttergefühle…eine Prise vom Kater aus Schreck, ein wenig Gizmo der kleine Gremlin, sowie froschähnliche Tatzen und schon geht einem das Herz auf…leider können Tarsier kaum ihre übermenschlich großen Augen bewegen, dafür aber ihren Kopf fast um 360° drehen was dem ganzen nochmal einen Schwung Surrealität verpasst…einst machten sie ganz Bohol unsicher, doch genau das oben beschriebene Erscheinungsbild wurde ihnen zum Verhängnis…so wurden sie von Einheimischen gefangen und eingesperrt, um sie den Touristen zu präsentieren…heute strikt untersagt aber breit haben sie sich trotzdem nicht gemacht…noch ganz in Gedanken gefangen sollte ging es dann zum Sonnenuntergang auf den Chocolate Hills, doch 11 Kilometer vorm erreichen des Zieles verschwand die leuchtende Kugel hinterm Horizont…also früh raus am nächsten Tag um die ganze Insel zu durchqueren und die ebenso surrealen Hügel zu bewundern…die Sehnsucht nach Meer führte uns dann doch nochmal auf eine kleine durch einen Damm mit dem Festland verbundene Insel und nach erfrischendem Bad Rückkehr…abends tat uns dann jeweils der Hintern extrem weh, hatten wir doch jeden Tag gute 7 Stunden allein auf dem Motorrad verbracht…so hatten wir uns eine Pause verdient und am folgenden Tag sollte es morgens bereits um 5 Uhr zum „Whale und Dolphin-Watching“ gehen…noch etwas gerädert rauf aufs Boot und rein in den Sonnenaufgang…nach langer Suche hatten wir die Hoffnung schon fast aufgegeben als dann doch einige Delphine die Oberfläche durchbrachen…geleitet wird das ganze von ehemaligen Walfängern…so scheint das ganze Spektakel zwar auf den ersten Eindruck für philippinische Verhältnisse etwas überteuert, doch auf den zweiten Blick rettet man ja so schließlich Wale und Delphine und bietet den ehemaligen Jägern eine andere Option zur Sicherung ihres Einkommens…danach Aufenthalt auf der Bohol vorgelagerten Fischerinsel…hier schlägt der Puls nochmal deutlich langsamer…möglicherweise wurde dieser Eindruck nochmals verschärft aufgrund des sonntäglichen Aufenthaltes…so blieb Zeit für ein längeres Gespräch mit einer Filipina, welche trotz schwieriger Lebenssituation (Scheidung, 3 Kinder, keine Ausbildung, niedriges Gehalt) auf den ersten Blick zwar glücklich erscheint aber eher durch das verklärte romantisierende Auge des Touristen…so ist man doch verleitet finanzielle Unterstützung anzubieten, was die Sache für einen dann aber auch wieder zu einfach macht und Probleme nur oberflächlich löst…als Tourist denkt man häufig alle Strände, Bäume und Hügel wurden für uns so platziert und alle leben und lieben den Tourismus in einem solchen Land…doch nebenher gestalten wahrscheinlich 95 % ihren Alltag ganz anders…eigentlich logisch doch auf Reisen wird man manchmal so naiv…ich hab ja auch mal gelesen, dass man in einen zweiwöchigem Urlaub bis zu 10 IQ Punkte verliert…gar nicht auszudenken wie sich das auf einer solchen „Langzeitreise“ bemerkbar machen wird…die folgenden zwei Tage ging es wieder auf die Motorräder nun zusammen mit Alex einem weiteren Deutschen…leider platze uns auf einer Fahrt spät abends der Reifen…so dass ich mich mit dem ausgebauten Rad unterm Arm einem alkoholisierten Filipino anvertrauen musste der mich zum nächsten Vulkunazing Shop fahren sollte….während der mir lallend das Ohr abkaute, flickten andere 3 große Löcher und Rike verspeiste gemütlich Hühnerfüße die der Hunger in sie hineintrieb…Ende gut alles gut…müde ins Bett…der nächste Tag gestaltete sich etwas frustrierend…eigentlich sollte es in einen Natur-Adventure-Park gehen…doch der Weg war das Ziel und so kamen wir nach langer Suche viel zu spät an, um unverrichteter Dinge wieder zurückzukehren…nach 4 Wochen hieß es also nun Goodbye Philippinen und Welcome Singapore…neben Shopping, Sightseeing gehörte zu unserem 3 tägigen Aufenthalt auch ein Besuch der neu eröffneten Universal Studios…jetzt sitzen wir im Flugzeug gerade zwischen Sydney und Auckland…noch 30 Minuten und nach Sommer folgt bekanntlich Winter…abschließend möchten wir uns nochmal für die lange Sendepause entschuldigen…wir haben aber beide nicht die Lust verspürt zu schreiben…das hat viel damit zu tun, dass dies nun alles nach 2 Monaten kein Urlaub mehr ist, sondern im Augenblick unser Leben…Berlin ist in sehr weite Ferne gerückt…so denken wir wenig an zu Hause aber sehr viel an unsere Freunde und Familie…kompensatorisch mochte man am Anfang die Nabelschnur zur bekannten Welt nicht kappen…also sollte es wieder so lange brauchen bis zur nächsten Nachricht so wertet das als gutes Zeichen…denn unser Fernweh ist immer noch größer als unser Heimweh…



Flippininos

13 04 2010

…ich bin gerade aufgewacht, hab meine Augen aufgemacht, für einen ersten Schritt ist es nie zu spät…sorry aber wir werden zur Zeit von allen Seiten mit Vidoke der lokalen Form des Karaokes beschallt, so daß wir nur noch in Songtexten denken und schreiben können…was für ein fröhliches Pfeifen am morgen, immer ein Lied auf den Lippen und den Schalk im Nacken…we just had a clown for breakfast…kurzum, wir sind sicher auf den Philippinen und nicht wie einige noch befürchten dürften noch zwischen den Demonstranten in Bangkok…trotzdem will ich diesem Thema mal ein paar Zeilen widmen, da meiner Meinung die Berichterstattung in Europa sehr einseitig ist…vor ca. 10 Tagen sind wir nach einem bumpy busride aus Phnom Penh kommend, die Grenze überquerend mal wieder in meiner Lieblingsmetropole Bangkok gelandet…zu diesem Zeitpunkt hielten sich zwar die „Rothemden“ schon in Bangkok auf und sämtliche Shopping Malls und Mekkas waren geschlossen, wegen befürchteter Ausschreitungen, doch es waren allesamt friedliche Demonstrationen mit oben beschriebener Beschallung…sprich…man zog mit kleinen Love Parade Trekkern durch Bangkok tanzte und feierte sich selbst…natürlich wurde in typisch ostasiatischer Mentalität Blut vor dem Regierungssitz vergossen, doch bis dato ja nur symbolisch, um die Regierung und Regierungschef Abhisit zum Rücktritt zu bewegen und Neuwahlen zu initiieren…die „Rothemden“ wie ja so schön in den Medien beschrieben sind die Anhänger des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin…Sie gehören der eher armen, weniger gebildeten Schicht Nordthailands an und werfen der Regierung Korruption und Mauschelei mit der elitären Rige des Landes vor…das klingt ja bis hierher alles ganz schön und romantisch, wenn sie aus freien Stücken demonstrieren würden…aber ein Großteil der „Rothemden“ wird für ihren Aufstand bezahlt, sprich für jeden Tag auf der Straße bekommen Sie ein Gehalt gesponsert durch den ehemals gestürzten Regierungschef Thaksin…dieser befindet sich im Exil in DUBAI und sitzt dort wie Dagobert in seinem Geldpanzer und hat weiterhin nur Dollars vor den Pupillen…seine Marionetten vergiessen also zu diesem Zeitpunkt ihr teuer erkauftes Blut auf Bangkoks Straßen, während sich besagter Bonze gerade in seinem Gold gefüllten Jacuzzi rekelt…natürlich mag man ja jetzt auch sagen, die Landbevölerung könnte es sich gar nicht leisten auf die Straßen Bangkoks zu gehen um für ihre Rechte zu demonstrieren…jeder Tag Gehaltsausfall, wäre für sie ein weiterer Abstieg Sprosse um Sprosse auf der Leiter ihres ungerechten Lebenszirkels…aber der Name und der Mann der hinter allem steht spricht nicht für das Gute im Lande…damit würde man einen korrupten Politiker durch den nächsten ersetzen…der ewige Teufelskreislauf…so zumindest berichtet durch Thailänder in Bangkok selbst und teilweise in Blogs und Kommentaren zu Berichten in weltweiten Medien…wir waren ja auch jungfräulich, unwissend…doch hatten wir einen sehr aufschlussreichen abend in einer netten „Beach Bar“ Nähe Khao San…so kamen wir nach leckerem Essen und einigen Drinks mit der Inhaberin ins Gespräch und bekamen so Anregung uns auch mal in die andere Richtung zu informieren…das traurige daran ist, dass ich jetzt mal dem Herren aus Dubai unterstellen mag, dass sie diesen Zeitpunkt bewusst gewählt haben, da sich der König des Landes in nicht allzu guter Verfassung befindet und aktuell wieder im Krankenhaus verweilt…würde dieser fähig sein auch nur ein Wort zu seiner Bevölkerung zu sprechen, so wäre voller Ehrfurcht das Ganze wahrscheinlich innerhalb weniger Stunden beendet…aber dies ist nur eine Vermutung…so sind wir also von einem etwas älterem geschichtlichem Geschehen in ein aktuelles gerutscht…und haben diesem aber auch nach 3 Tagen zumindest physisch wieder den Rücken zugekehrt…zum Abschluß hatten wir noch einen sehr netten abend in Bangkoks Skybar…hoch oben geradezu thronend 242 Meter über Bangkok…man kann sagen wir wollten uns nochmal einen Überblick über alles verschaffen, um dann einige Stunden später die Reise fortzusetzen…doch zunächst wollte man uns gar nicht loslassen, denn ohne nachzuweisendes Ausreiseticket hätten wir philippinischen Boden gar nicht betreten dürfen…so musste Hals über Kopf noch am Flughafen von Bangkok ein Ticket gebucht werden…und so setzten wir uns gestresst und mit einem etwas mulmigen Gefühl auf unsere Plätze und mochten uns fast nicht anschnallen…sollte all dies ein Zeichen gewesen sein nicht einen Fuß in das Flugzeug und vielleicht auf philippinischen Boden zu setzen…Rike ging es zu allem Überfluß dann nicht nur psychisch, sondern auch physisch nicht allzu gut und sie haderte mit schmerzenden Gliedern und einer aufkommenden Grippe…doch kaum den Flug überstanden hatten sich sämtliche Sorgen in Luft aufgelöst und…wurden durch neue ersetzt….denn der erste Eindruck den wir in Clark (einer ehemaligen Air Base der Amerikaner in Angeles auf Luzon 2 Stunden von Manila entfernt) erhielten war überhaupt nicht paradisisch und unbeschwert…Ankunft um 4 Uhr in der Nacht, mehr oder minder komplizierter Transport zum Guesthouse, minder freundlicher Empfang mit der Auskunft man könne erst um 2 Uhr nachmittags einchecken und wenig entspannender Schlaf auf einer der Liegen am Pool um dann aufzuwachen umgeben von alten, hässlichen, weißen Männern mit dicken Bäuchen und dicken Portemonnaies neben dagegen grotest schlanken, hübschen und ebenso jungen philippinischen Frauen…Willkommen im größten Puff Südostasiens in welchem wahrscheinlich die Nachfrage zu amerikanischen Besatzungszeiten den Markt bestimmt hatte…draußen vor dem Hotel war der Eindruck auch nicht besser, so dass wir uns den ersten Tag natürlich noch etwas gerädert in unserem Zimmer verschanzten und room service zu schätzen wussten…noch nicht einmal der Pool und das sonnige Wetter konnte uns richtig hinterm Ofen herauslocken, denn bei der Vorstellung was alles in diesem Pool so schwimmt und nicht abgeschöpft werden kann, da von nicht zu beschreibener Konsistenz, oder zu kräuselig, haarig um von der Saugpumpe erwischt zu werden, ja, da verging uns jegliche Lust und vielleicht auch Mut uns in die Fluten zu stürzen…am nächsten Tag ging es dann kontrastreich weiter…denn nun erschloss sich zum ersten Mal die Naturgewalt dieses Landes…mit dem Jeep ging es zunächst auf aspaltierten Straßen gen Nordwesten, weiter auf Straßen, die sich solche gar nicht nennen dürfen, weiter durch ein mehr oder minder ausgetrocknetes Flußbett eine Mond- und Kraterlandschaft erreichend zum eigentlichen Ziel dem Mount Pinatubo…gleichzeitig Berg und Vulkan hatte er 1991 nicht leider nur die Amerikaner zu einem frühzeitigen Abzug bewegt, sondern auch vielerorts Leben und Substanz gefordert…uns zeigte er sich von seiner idyllischen Seite…und so nahmen wir nach kurzen Aufstieg ein erfrischendes Bad in den nun einladenen, türkisblauen Fluten…abends dann wieder zurück in die Realität und zur Begrüßung stürzte sich in einem dunklen Abschnitt der Straße eine Kinderhorde auf uns, die ihre Hände sehr professionell in jegliche Taschen wandern ließen….gleich mal ein Machtwort gesprochen und ohne Blessuren und Verluste im Hotel gelandet…am nächsten Tag sollte es in die Sommerresidenz der Einwohner Manilas gehen nach Baguio in den Kordilleren 1500 Metern hoch oben in den Bergen…die Fahrt dahin ließ besseres erhoffen doch der Rachen unserers Busses spie uns im nächsten Moloch aus…leider machte dieser Ort schon lange nicht mehr durch eine frische Briese von sich reden, sondern fing sämtliche Abgase der tumormässig wachsenden Stadt in sich auf…auch hier war das Gefühl auf den Straßen nicht allzu sicher, was wir aber als gute Vorbereitung auf Südamerika sahen…Ankunft abends, noch ein leckeres Dinner im Cafe by the ruins, eine nette Oase in der Wüste des Smogs und nächsten morgen Flucht weiter gen Norden…hier dreht sich das Blatt und endlich haben wir den Ort erreicht, den wir dachten hier auf den Philippinen zu finden…Sagada…ruhig und beschaulich liegt der kleine Ort in einem Tal eingefasst durch Berge in jeder Himmelsrichtung und umrahmt durch grün schimmernde Reisterassen…Unterkunft im Lemon Pie Haus, welchem seinem Namen alle Ehre erweist und uns ein zu Hause fern von dem selbigen geben kann…lachende, kontaktfreudige Leute ringsherum…und so lernen wir langsam die philippinische Mentalität verstehen und lieben…nach erholsamen Schlaf rauf die Berge, rein in die Höhlen und untergetaucht in den Reisterassen und im natürlich angelegten Pool des nächsten Wasserfalls…gestern ging es ebenso weiter, aber nun mit Guide in der Gestalt unserer gastgebenen Wirtin Bogan, die uns hoch und runter schäuchte und das meine ich wörtlich…hier kann man gar nicht atmen vor so viel Schönheit…und wir blicken nun enthusiastisch dem Fortschreiten unserer Reise entgegen…bald geht nach Palawan…und wie heißt es so schön: Wo liegt eigentlich Palawan? Oder Oh wie schön ist Palawan? Immer der Banane nach! Wir drücken euch…(PS siehe Fotos facebook)



Vientiene & 4000 islands

26 03 2010

…so…die beiden umtriebigen melden sich mal wieder zurück…alles ist gut und wir haben uns mal den luxus gegönnt keine elektronische Kommunikation zu nutzen…es ist zwar immer wieder schön etwas aus der heimat zu hören doch manchmal möchte man auf dieser reise auch diese nabelschnur kappen…aus angegebenen anlass möchte ich mich nochmal für eventuelle rechtschreib- und ausdrucksfehler entschuldigen…aber ich sitze meistens nach halb durchgemachter nacht in irgendeinem verschlag und bemühe mich bei all dem gewusel und moskitogesurre um mich herum noch einige grüße nach hause zu schicken…hierbei gruß an die sich beschwerenden…die namen werden von der redaktion bei rückfragen gerne veröffentlicht ;)…ach und bevor ich es vergesse hier nochmal ein mitten im text untergebrachter geburtstagsgruß an christian…ich hoffe ihr habt schön gefeiert…so nun aber schnurstracks zurück ins siamesische reich…räucherkerze angezündet, meditations cd eingelegt, schummriges licht geschaffen…und damit seid ihr weiter weg von der realität südostasiens als der eisbär vom südpol…stattdessen motorengehäul, abgassmog, lautes karaokegedudel und neonröhren soweit das auge reicht…und das schöne daran….es ist so wunderbar…gestern musste ich fast 10 Stunden einer 16 stündigen busfahrt das gelaber eines deutschen luft und raumfahrtstudents aus dem süddeutschen raum ertragen…der ununterbrochen…8 stunden!!!…seinen nachbarn und leider auch uns mit seinen weisheiten beeindrucken wollte aber nicht konnte…kaum in kambodscha angekommen ging das geplärre los über schlechte straßenverhältnisse, sowie unzuverlässige abfahrts und ankunftszeiten der lokalen busunternehmen…kurzum kambodschas größtes problem stellt die unzufriedenheit westlicher touristen mit lokalen gegebenheiten dar, wobei sich hierbei die schlange in den schwanz beißt, denn schlechte straßenverhältnisse bedingen unzuverlässige ankunftszeiten bedingen unzufriedene westliche touristen bedingen verlust von einnahmen aus der tourismusindustrie bedingen weniger subventionen für die infrastruktur…würden doch mehr meiner geschätzten busnachbarn mir ihrem knowhow aus 2 semestern an der TU schwabingen oder saarbrücken (ich hab letztes semester einen kurs buisness englisch belegt) dieses land vor ort unterstützen…so müssten wir uns um den lokalen genpool weniger sorgen machen…naja…frust bei seite…vielleicht war ich auch durch die selbige busfahrt etwas übermüdet und dementsprechend übersensibilisiert…uns gehtrs zu gut und wir haben schließlich siem reap in kambodscha erreicht…kurz zurückgespult sind wir nach Vang Vieng mit dem Bus nach Vientiene der Hauptstadt Laos gegurkt…mit von der Partie waren neben den üblichen verdächtigen nun auch Maggie und Max aus Münster (milch macht müde männer munter)…ankunft später nachmittag in vientiene…hier wieder einmal ein gruß an den lohse verlag…nach beschreibung der selbigen stadt hatte sich ein leicht fadiger film auf meinem gaumen gebildet…beschreibung und realität lagen für uns hierbei mal wieder weltweit auseinander…klein aber fein mit einem französichem bouquet im abgang…so hätten wir durchaus mehrere tage hier bleiben können…doch umtriebig wie wir nun mal sind hatten wir schon den nachtbus für den nächsten tag geordert…ankunft also im youth hostel (die haben uns ernsthaft noch reingelassen, waren aber auch gut getarnt zwischen all den teenagern und twens) ging es dann abends an den mekong um am strand für einen appel und ein ei nudeln und reis zu erhalten…einmal der strömung getrotzt und man wäre schon auf thailändischen boden gewesen…ins wasser haben wir uns dann aber auch nicht getraut und so schlummerten rike und ich zufrieden in unserem fensterlosen verschlag…nächster tag sportlich betätigt auf dem drahtesel und schwungvoll in die pedale getreten um einen ersten abstecher zum talaat sao dem lokalen markt zu unternehmen…erster eindruck: 13 jährige teenmönche stehen mit aufgerissenen augen und geweiteten pupillen vor amerikanischen liebesfilmdvds und kichern dabei wie japanische mädchen mit vorgehaltener hand, während der andere ganz unbeeindruckt daneben steht und gelangweilt auf seinen ipod starrt um den nächsten song von marilyn manson anzuspielen…der lokale buddhismus in seiner vollsten blüte…ehrlich und gerade heraus…wir ließen uns dann durch das getümmel treiben und strandeten am nächsten waffelstand der uns mit frischen maisgeruch förmlich in seinen bann nahm…gekaut, verschluckt und verdaut ging es dann weiter zum That Luang dem wohl wichtigsten buddhistischen monument in laos verewigt auf jeder kipnote…golden stach die stupa in den himmel und nach rundgang und den obligatorischen fotos ging es dann auch schon wieder gen heimat…denn dort wartete um 7 Uhr unser Pickup zum Busbahnhof…hier trennten sich unsere wege und wir mussten uns von Luzie und Meg verabschieden…eingequetscht auf wenige quadratmeter verbrachten rike und ich eine unruhige nacht in unserem nachtbus nach Pakse…der bus war ausschließlich mit liegen ausgestattet (ausnahme der fahrer) und wir erwischten das hochbett neben dem klo, über uns die klimaanlage und der lautsprecher der internen soundanlage…was für ein olfaktorisches, akustisches und allgemein sensorisches hocherlebnis…nach 1-2 stunden schlaf ankunft pakse und direkte weiterfahrt nach don det auf die 4000 inseln im mekong am südlichsten zipfel laos quasi mit einem bein schon in kambodscha…dort angekommen ging es mit dem boot auf eine der inseln und nach 4 kilometern fussmarsch hatten wir das santiphab guesthouse an der brücke zu don khone erreicht…erschöpft ließen wir uns in die hängematte fallen…noch wahrnehmend das deutsche worte uns willkommen hießen..lutz aus berlin leitet zusammen mit einer laotischen familie dieses kleine paradies mitten am mekong…wir hatten einen kleinen bungalow ohne eigenes bad und klo und so durften wir im außenbereich direkt mannshohe spinnen begrüßen die uns mit ihren leuchtenden augen ebenso willkommen hießen…somit habe ich den letzten tagen nach meiner höhenangst auch meine arachnophobie besiegt und so hat diese reise auch positive einflüssen auf meine sparbüchse hätte ich doch zu hause einige scheine für etliche therapiesitzungen hinblättern dürfen…kurzum…nächster tag per pedes die inseln inklusive wasserfall und bad im mekong erkundet…dabei wiedereinmal zwei mädels aus deutschland in die arme gelaufen…zuvor war Carly bereits auf ihren neuen reisepartner nedaf aus israel getroffen, welcher besagte deutsche mädels bereits in luang prabang kennengelernt hatte…den nächsten tag haben wir ausschließlich in der hängematte verbracht, lesend und den einen oder anderen shake schlürfend…am abend großér abschied von allen und morgens rauf auf den kutter, rein in den bus, über die grenze (inklusive gesundheitscheck), rein in den bus, raus aus den bus, umsteigen in kompong cham und etwas gerädert nach besagten 16 Stunden Ankunft im Siem Reap…nun gehts in die tempel von angkor und es beginnt für uns gefühlstechnisch ein neuer abschnitt dieser reise….die beiden vagabunden



VangVieng

20 03 2010

…leider kann ich die letzten 3 Tage nicht bloggen…ich habe ein schweigegelübte abgelegt…vielleicht besteht aber auch eine retrograde teilweise anterograde amnesie…soviel…dem laotischen Rechtssystem knapp entronnen…500 Euro dabei verloren…und hoffentlich etwas fürs Leben gelernt…VangVieng ist nicht Laos…Laos hat keine weiße Weste…wir auch nicht mehr…und füttere keine Engländer nach Mitternacht…der Gremlin ist entkommen…noch Fragen??? Antwort nur nach vorheriger Rücksprache…



Luang Prabang

15 03 2010

Luang Prabang…erleben und erfassen…Anreise vor 3 Tagen mit dem Minibus zusammen mit der Gang (Meg, Carly, Luzy, Andy, Beth, Rike et moi)…die Fahrt war eigentlich das zweite Hochereignis dieser Reise…erstens da wir überhaupt überlebt haben (Bus fahren ist hier in der 10. Potenz gefährlicher als fliegen mit innerländischen airlines und mein Gesäß war nach 9 Stunden fahrt ebenfalls dahin) und zweitens weil die Umgebung mal wieder atemberaubend war…so schlängelte disch die „Schnellstraße“ serpentinenartig durch Reisfelder, Karstfelsen und unwirklichen Berglandschaften…Laos ist atemberaubend schön…endlich angekommen in Luang Prabang trennten sich die Wege in unterschiedliche Gästhäuser aufgrund unterschiedlicher Budgets…wir kamen höherpreisig in einem netten Guesthouse nahe des Vat Thit unter…Dusche und erstmal das eine oder andere Beer Lao im Antique House…danach kurzer Bummel über den Nachtmarkt (Gruß an Tim…ich hab Rike angeleint hat aber nichts gebracht), Suppe inklusive kleiner Snacks auf besagtem Markt und ab ins Bett…am nächsten Tag ließen wir es langsam angehen, was auch der Luang Prabangschen Art entspricht…die Stadt ist eigentlich ein Dorf irgendwoch stehen geblieben in der Vergangenheit, verschlafen und verträumt mit frankophilem Flair aber Gesicht wahrend…viele der lokalen Anwohner mussten aber dem Stadtkern den Rücken zukehren aufgrund horrender Mieten…so hält auch hier die Gentrifizierung Einzug…nach Cafe und Bagel im Jumo Kaffeehaus ging es für mich und Rike auf den Phou Si, einem Berg mit Vat welcher die Stadt überragt und einen guten Um- und Überblick liefert…weiter zum Vat Xong Thi am Ende der Halbinsel welche durch den Mekong auf der einen Seite und den Nam Ou River auf der anderen Seite umschlossen wird…so ließen wir uns durch die Straßen und Seitengassen treiben und schafften es gerade so noch zum verabredeten Zeitpunkt uns mit der Crew zu treffen…schließlich ließ es sich nicht vermeiden eine Shopping Tour über den Nachtmarkt zu wagen und so kamen wir bepackt (wie sollte es auch anders sein) am nächsten verabredeten Punkt an…Mai Tai sei dank konnte ich nachdem kommunistisch die Bürgersteige um 11 Uhr hochgeklappt wurden mich langsam in den Schlaf wiegen…heute Umzig ins Somchith Guesthouse am frühen morgen da unsere Guesthouse Reservierungen erwartete und schnell zum Bootsanleger um von dort zur Buddha Cave zu schippern…getrennt auf zwei Schiffe verbrachten wir den halben Tag getrennt und vereinigten uns erst wieder am Nachmittag um zu den in der Umgebung liegenden Wasserfällen zu fahren…welche nach enttäuschtem Vormittag wirklich die Reise wert waren…erfrischendes Bad im türkisblauen Wasser mit tarzanartigen Kunststücken an der einen oder anderen Liane…jetzt erwartet uns der nächste entspannte abend…Daumen hoch



Luang Namtha

12 03 2010

…so…wieder ein Rueckblick ueber die letzten 2-3 Tage…vor 3 Tagen Fahrt im Minibus nach Luang Namtha ueber mehr oder minder holprigen Asphalt…also wieder halb geraedert aus dem Bus gerollt und TukTuk in die Stadt vom Busbahnhof…dort angekommen einchecken im Arondisiri Guesthouse und nach kurzem Spaziergang durch den Ort grosses Wiedersehen mit Carlz, Meg und Luzy…zu dieser Gruppe gesellten sich noch Beth und Any mit hinzu, welche wir auch schon von der Gibbons Experience kannten…beide aus England und noch am studieren….man fragt sich warum man nicht frueher soviel rumgereist ist…als man noch Zeit, aber kein Geld hatte…also buchten wir gemeinsam einen 2 Tages Trek in die Berge mit Overnight Stay in einem Akha Dorf (eines der hiesigen Bergvoelker)…gestern dann kurze Faht in die Berge und von dort ging es dann hoch in die Berge (die SChuhe haben sich jetzt schon ausgezahlt…Gruss an Christian)…zwischendurch Lunch auf Bananenblaettern und mit der Hand schmeckt es doch am besten…unsere Guides waren Sing und Duy die einiges ueber die hiesige Flora und Fauna zu erzaehlen wussten…das eigentliche antemberaubende kann man aber eigentlich nicht erklaeren…man geraet richtrig in eine Art Meditation beim wandern, waehrend der Schweiss einen nur so vom Koerper rinnt…dazu die Luft mit ihren hiesigen Geruechen, der dichte Dschungel und der atemberaubende Blick nach 5-6 Stunden Trek oben auf dem Berg…dort fand sich dann auch das Dorf…dort angekommen begruessten uns wie immer zuerst die Kids…die aelteren Bewohner waren noch auf dem Feld oder bei anderer Arbeit taetig…alzu begeistert scheinen sie aber nicht (mehr) ueber Touristen zu sein, obwohl sie hier noch unberuehrt erscheinen im Gegensatz zu Thailand…trotzdem fuehlte man sich nicht willkommmen…allso erstmal einen Blick in unsere Huette…oder eher Stall…denn der Schlafplatz waren ebenso atemberaubend…ich hoffe ich habe mir keine Skabies eingefangen…einige komisch Bugbites habe ich zumindest am exponierten Koerper….groase…tagsueber noch Besuch in der Dorfschule, herumtollen mit den Kids (soweit das noch moeglich war) und nach dem Dinner noch Massage durch die lokale weibliche Jugend…das war wirklich sonderbar….8 Europaer bzw Kandier mit 13-17 jaehrigen Maedchen auf dem Ruecken alle kichernd docg ablehnen gilt als unhoeflich…also Augen zu und durch…die folgende Nacht war bitterkalt und nach unruhigem Schlaf zunaechst Abstieg dann Aufstieg ueber den naechsten Berg und Abstieg ins Tal…total ausgepowert Ankunft und Transport mit dem naechetn TukTuk zurueck nach Luang Namtha…Rike und ich haben uns entschieden Phongsali im Norden auszusparen und fahren morgen nach Luang Prabang der kulturellen Hauptstadt Laos…der Bauch ist gefuellt mit Samosas und Malak Koefte (was bringt einen Inder dazu nach Laos auszuwandern)…dieses und einiges mehr im naechsten Artikel…beste Gruesse



Gibbons Experience

9 03 2010

…vor 3 Tagen waren wir noch Menschen…jetzt sind wir Gibbons…soviel vor ab…das war Welten verrückend, Lebens umwerfend, Schrauben rausdrehend und zusammenfassend ÜBER atemberaubend (die Amis sind so verhirnt, die haben echt über in ihren Wortschatz übernommen…so ist alles über-amazing, über-gorgeus und so on)…wir waren 3 Tage im Bokeo Nationalpark, haben dort mitten im Dschungel auf 100 meterhohen Baumhäusern geschlafen, kilometerlang durch den Dschungel gehikt und ab und zu über einen halben Kilometer an bis zu 200 Meter hohen Zip Leinen geschaukelt oder viel mehr eben „gezippt“…vor 3 Tagen ging es los mit einem Minibus von Houay Xay 2 Stunden in den Bokeo Nationalpark im Norden von Laos…19 Leute inklusive uns…nach einer teilweise übelkeit hervorrufenden fahrt…ankunft im dorf…weiter hikend in den Dschungel um dort nach zuvor stattgefunden Videoinstruktion bereits in Houay Xay uns nach kurzen Hike an die erste Zip Leine mit klopfendem Herzen zu hängen…put your harnest on like a diaper…das ja mal Jahre her und die hab ich mir soweit ich mich erinnere auch nie selbst angezogen…also rein in die „Kletterhose“ und Rollen an die Leine nach der zuvor erfolgten Sicherung über eine Extra Leine…Schwung holen und über 100 Meter rollen ins Baumhaus…aufgeteilt auf insgesamt vier Baumhäuser waren vier zur siebt mit Kay (aus Kanada und dort in der Filmindustrie tätig), Megan (ebenfalls aus Kanada, lebt aktuell in Taiwan und sucht immer wieder Englisch Lehrer für das dortige Land), Luzy (aus Holland un ebenfalls auf Weltreise), Shala (aus Holland Psychologin und länger in Südoastasien reisend), Henry (aus England und angehender Jurist) und wir beiden auf Baumhaus No1 (der Name ist Programm)…nach Ankunft weiter Trekking und hier und dort nach erneuter Überwindung wieder die eine oder andere Zip Leine…abends tot ins Bett aber trotzdem auf ca. 100 Metern schlecht geschlafen, wahrscheinlich einfach zu viel Adrenalin, Endorphin und Seotonin im Körper und Hirn…wir waren einfach das perfekte Team hatrten abends immer noch viel Spaß…tranken Tee, hatten delicious food und zuviele Früchte…der Dschunbgel roch nach Jasmin, gab nachts seine Geräusche aus tiefster Inbrunst wieder und brachte uns auf Wolke Sieben…ich bin immer noch so wirr, dass ich kaum schreiben kann…am 2. Tag sind wir morgens um 4:30 aufgestanden um Gibbons zu beobachten…ca. um 6 begann ihr Gesang und tatsächlich sahen wir in einiger Entfernung einige Gibbons herumturnen…soviel besser als im Zoo und vom Gefühl einfach nicht in Worte fassend….nach anstrengenden 4 Stunden trekken durch den Urwald mit Erklärung der Pflanzen und Tiere durch unseren laotischen Guide Nummer 22 😉 verbrachten wir den Rest des Tages an der Leine die echt zur Sucht wurde…abends wieder gut gespeist und unendlichg viel gelacht….Leute…wenn ihr etwas nicht verpassen dürft…dann das…es war so krass,…ich kanns nicht fassen…heut zurück morgen nach Luang Natham (hoffentlich etwas aufgeräumter im Hirn)…siehe facebook Video!!!!



Chiang Mai

6 03 2010

…bitte entschuldigt in den naechsten Zeilen die wahrscheinlich 3 Millionen Rechtschreibfehler, aber bin total duct nach einer 7 stuendigen Busfahrt (angekuendigt waren 3!)…vorab: WIR SIND IN LAOS!! Also kurz einige Tage zurueckspulen…ratterratterratter…Ankunft Chiang Mai am morgen nach entspanntem Flug mit Bangkok Airlines SAWASDEE einchecken im Banilah (nettes kleines so called boutique hostel das aber auf der webseite deutlich pompoeser aussieht als es real ist…danach gleich weiter mit dem ersten songthaew zum suthep tempel von dem man einen eigentlich schoenen blick ueber die stadt haben sollte…leider war es dafuer entweder zu diesig oder chiang mai vesinkt im smog…der tempel an sich war schoen und die gefuehlten tausend treppen aufstieg hatten es in sich…danach ab in dei altsatdt und ein wat nachy bdem anderen…danach weiter in ein nettes kleines viertel mit vielen cafes und boutiquen frequentiert eher von thais…dort dann noch ne stipvisite im museum fuer insekten…das war das eigentliche highlight des btages oder vielleiht eher der besitzer, welcher im aletr von 9 jahren knapp dem malaria tod entkam und davon vielleicht doch einen kleinen schaden davongetragen hat…zumindest war der sehr passioniert in dem was er tat, so dass er ueber 40.000 insekten gesammelt hat und nebenbei noch moskitoinspirierte kunst zauberte…dann muede ins bett…naechsten tag sehr langsam angegangen, spaet gefruehstueckt auf einem markt (lecker shakes und waffeln, sowie einheimische leckereien) und nach planung eines treks fuer den naechsten tag langsam mit den geliehenen fahrraedern (falls man die so nennen darf) in die altstadt…wieder ein paar wats und danach kurz nach hause und abends zum riverside restaurant wo wir einnen schoenen abend am fluss mit einer lokalen band hatten…naechster tag trek mit zwei schweizern…hatten extra nur trekking inklusive wasserfall gebucht um peinlichkeiten wie vorgegaukelten hilltribedoerfern, longneckfrauen, elefantenreiten oder flossfahrt zu entgehen…start TARA in einem sogenannten hilltribe village…da fuehlten wir uns erstmal verarscht…ich cheffig zum guide und ihn nochmal darueber informiert, dass wir genau das nicht wollen…der erklaerte dann, dass die organisationen zumindest ein village ansteuern muessen, damit diese sich nicht ueber die organisation beschweren und sie dann dank korruption kein zugang mehr zum nationalpark mehr bekommen…ok…also weiter und dann hat sie uns das mit einem 6 stuendigen trek inklusive kurzen stop und erfrischendem bad an einem wasserfall…dnach waren wir allesamt voll im allerwertesten und rike und ich sind tot ins bett gefallen…nach 10 stuendigem power nap ab in den bus nach Chiang Khong…nach der etwas zeitlich verzoegerten ankunft (siehe oben) ausreise aus thailand…boot ueber den mekong…und willkommen laos genauer Houay Xai…von hier wollten wir eigentlich mit dem boot nach luang prabang (gruss an tim und suse), doch enttaeuschung pur…der wasserstand ist zu niedrig…jetzt haben wir die sogenannte gibbon experience auf anraten gebucht…morgen gehts los…3 tage weg und dann ab in den norden…wir freuen uns uebrigens immer ueber response also kommentare kommentare kommentare



Bangkok Teil 2

3 03 2010

…es geht weiter…heute Flug nach Chiang Mai…mal sehen was uns erwartet…3 Tage Bangkok sind vergangen und gingen sehr schnell um…am zweiten Tag ging es per pedes von unserem guest house über die Khao San zum Demokratiemonument und weiter zur „giant swing“…hier haben sich die Thais bis in die 30er in schwindelnden Höhen geschaukelt, um mit dem Mund einen Geldbeutel zu erhaschen…leider sind einige dabei abgestürzt und tödlich verunglückt (was lehrt uns das?)…weiter ging es ins Wat Saket, um nach kurzer Entspannung den „Golden Mount“ zu besteigen…hier bot sich ein schöner Blick über Bangkok und meine Höhenangst machte sich schon hier bemerkbar (wie soll das erst in Auckland werden)…wir kauften eine Glücksglocke (die Mönche müssen sich ja auch irgendwie finanzieren)…und nach Abstieg ging es ins Gewimmel von Chinatown…hier gab es alles was das Herz begehrt…wir gaben uns eher den kulinarischen Genüssen hin, um an den einem oder anderem Straßenstand uns das eine oder andere reinzupfeifen (dicke Bäuche gehören zum „german standard“)…weiter mit dem Tuk Tuk zum Siam Square um eigentlich einen billigen Rucksack zu erstehen…wollten in diesem eigentlich Sachen in Bangkok deponieren…Björn hat sich aber hierbei von einem unglaublichem 4-D (4!!) Erlebnis ablenken lassen und zog die etwas verwirrte Rike in das Kino…hierbei bot sich uns ein Erlebnis das seines gleichen sucht (gruß an Christian: Du bist schuld!)…noch völlig verwirrt taumelten wir kurz ins MBK Shopping Center, konnten dem Konsum aber widerstehen und gelangten zurück in unser guesthouse…hier trafen wir auf Henning und Karin, die uns verwundert ansprachen, warum eigentlich so viele Menschen mit Laptop unterwegs seien…ist wirklich komisch und verändert sicherlich die Art zu reisen…schließlich kann man der Versuchung oft nicht widerstehen und schaut sich vorab das eine oder andere guesthouse im Internet an und lässt sich nicht mehr überraschen…es sitzen wirklich alle (die Betonung liegt hierbei auf alle) im Cafe und starren auf ihren Bildschirm…das wirkt vielleicht das eine oder andere Mal als Barriere zur Kommunikation mit seinen realen Mitreisenden, aber wie man an unserem Beispiel sieht, kann man hierdurch auch Kontakt knüpfen…so saßen wir bis spät in die Nacht und unterhielten uns mit…tamdadamdadam…Berlinern…etwas erschöpft stürzten wir Kopf über in dasd gemachte Nest und schliefen doch eher schnell ein…leider vergaßen wir uns den Wecker zu stellen, so dass wir erst gegen 13:30 Uhr erwachten…total gerädert vom Jet Lag taperten wir zum Cafe aßen eine Kleinigkeit und konnten uns nur mühsam aufraffen…also erst spät los um nun den Rucksack und mir neue Flip Flops (schöne Grüße an Bea) zu besorgen…danach gönnten wir uns ein vorzügliches Mahl unter Thais in einem chinesischem Restaurant und danach eine einstündige Aromatherapie in der Soi 6 Ecke Samsen Road…müde nach Hause, schnell noch online einchecken, um dann doch schlasflos im Bett zu enden…der Jet Lag hat uns endgültig eingeholt…fly away…



Bangkok

1 03 2010

…so…die erste Nacht haben wir hinter uns gebracht…endlich Hitze…und zwar feucht von eben besagter…langsam begreift man, was so vor einem liegt…innere Gespanntheit löst sich und wir können langsam aber sicher wirklich starten…nach einem anstrengenden Flug mit British Airways (schönen Gruß an Tim…Beinfreiheit? Die sind ja schlimmer als easyjet), sind wir heil und etwas geschafft in Bangkok gelandet…ab ins Taxi und erstmal etwas Shanti! Shanti! in besagter Lodge…dort durften wir dann schnell nach einem kurzen Ausflug in eine der Garküchen unterm Vollmond die Decke des wirklich schönen Bettes lüften…zum Vorschein kam ein  Laken ganz nach unserem Geschmack (siehe Foto)…jetzt sitzen wir beim Frühstück und haben bereit ein Banana Pancake, Yoghurt mit Früchten (die diesen Namen auch verdient haben) und zwei Coffe-Shakes intus…ab in die Stadt der Städte…