…fuck mich nisch ab…is mein Leben…

10 08 2010

…wir haben ein neues Lebens- und Reisemotto…literarisch wertvoll und definitiv in der Bundesliga meiner Lieblingsweisheiten…bringt es doch die ganze Sache auf den Punkt und trifft den Nagel auf den Kopf…dementsprechend sollte man türkischen Sonderschul-Absolventen aus dem Rheinland mit einem Vorstrafenregister von hier bis nach Britz (und das ist lang, denn wir sind ja gerade auf den Fijis) häufiger einen Stift in die Hand drücken…oder halt kölnischen Pädagogen mit sozialer Ader auf einer kleinen fijianischen Insel begegnen…solche haben ein unglaubliches Gedächtnis was die Wiedergabe solcher Weisheiten angeht…nicht das wir als Kinderärzte aus dem Wedding mit Lebensschwerpunkt Kreuzberg-Neukölln nicht vorgebildet werden…aber man lernt ja nie aus…

und jetzt kommt die beste Überleitung seit langem, denn „aus“ bringt mich doch gleich wieder zurück nach AUStralien…wenn ich mich dabei nicht mal selbst übertroffen habe…

…also kommt mal mit und begibt euch auf eine Zeitreise zurück nach Alice Springs…nach 3 Tagen hatten wir genug Einsamkeit getankt und es war definitiv ein Tiefpunkt unserer bisherigen Reise…emotional gesehen…denn auch wenn Alice Springs inmitten von einem großen Nichts steckt, ist dieses Nichts doch wunderschön…macht es doch manchmal die Augen auf für Kleinigkeiten und lässt in der sonstigen Masse untergehendes hervortreten…nach 2 vollen Tagen in der Hauptstadt der Rednecks begaben wir uns am 3. Tag zur Übernahme unseres neuen Campers…erneut hatten wir uns eine Rückführung organisiert und warteten gespannt auf das Haus auf Rädern, welches in 5 Tagen in Cairns an der Nordostküste wieder abgegeben werden sollte…Herzschlag ansteigend, Schweissperlen auf der Stirn und um die Ecke bog eine Villa auf Rädern…Küche, Bad, zwei Doppelbetten, Essbereich, TV, Radio und Soundanlage inbegriffen…doch gleichzeitig machte uns die Größe Sorgen, denn ein solches Gefährt muss erstmal wieder heil abgeliefert werden…also entschieden wir uns für eine „no worries“ Versicherung und konnten somit unbesorgt dem Sonnenuntergang entgegen reiten…doch schon nach wenigen Metern sollte diese Reise unterbrochen werden, um zwei Galliern auf ihrem Weg durchs Outback den Weg zu weisen…unglaublicherweise konnten diese beiden Reisenden aus dem frankophilem Einzugsgebiet Europas auch nicht einen zusammenhängenden Satz in Englisch hervorbringen…so dass meine eigene Unfähigkeit mir wieder vor Augen geführt wurde, was meine Französischkenntnisse angeht…im Endeffekt erfreuten wir uns der Zeichensprache, holten unser „Point It“ aus dem Rucksack und konnten so die wichtigsten Informationen austauschen…per Anhalter durch die Galaxis bekam für mich somit einen ganz neuen Sinn und so schüttelten wir nur den Kopf, wie man es ernsthaft fertig bringt ohne Englischkenntnisse mit 18 bzw. 19 durchs Outback zu trampen…mutig oder naiv bleibt dem Betrachter überlassen…erster Zwischenstop unserer gemeinsamen Reise sollte Wycliffe Well sein…ein Ort mit einer Tankstelle die wie so oft gleichzeitig des Zentrum des abendlichen Amusements darstellt und welcher neben seinem breiten Angebot an Biersorten als Hotspot für UFO Sichtungen gepriesen wird…wir haben keines gesehen, aber die lokale Bevölkerung hat sich möglicherweise mit einen extraterristischen Wesen vergnügt oder wurde das Opfer ominöser Experimente…zumindest lässt ihre Phsiognomie und Verhalten darauf schließen…was sie jetzt aber nicht unbedingt unterscheidet vom Rest Australiens…also Flucht gen Norden und Sonnenuntergang an den Devils Marbles die im untergehendem Sonnenlicht wirklich wie Teufels Felsen leuchten…so schliefen wir zu viert wie die Waltons in unserem Luxuscamper ein und machten uns am nächsten Tag früh auf den Weg, um einige Kilometer hinter uns zu bringen…am Ende blieb unser Tacho übrigens ungefähr bei 1700 Kilometern stehen…und wenn man sich vorstellt, dass man mit einem solchen Gefährt 80 Kilometer pro Stunde im Durchschnitt schrubbt, kann man sich ausrechen, wieviele Stunden ICH (Rike hatte ja nach wie vor Ihren Führerschein in Berlin sicher aufbewahrt) am Tage das Gaspedal bedienen durfte…abends lieferten wir die beiden liebgewonnenen Kinder in Mt. Isa ab…ein Ort der eigentlich keiner Erwähnung Bedarf…größte ich glaube Kohlemine Australiens…wer sich dafür interessiert…Rike und ich fuhren nach Abgabe der beiden Sprößlinge noch 70 Kilometer weiter, um auf einem kleinen Rastplatz am Straßenrand zu nächtigen…morgens schnell weiter Richtung Norden…Endpunkt Karumba…direkt an der Nordküste liegend nach langer Fahrt durchs nun mittlerweile etwas langweilige Outback, sollte uns als Belohnung einer der schönsten Sonnenuntergänge Australiens erwarten…leider verbrachten wir wieder den ganzen Tag hinterm Steuer, abgesehen von kleinen Zwischenstops…da auch uns und sogar Rike das Kommunikationsmaterial ausging, holte ich meine Ipod heraus und versüsste mir das Fahren mit Bernhard Schlinks Vorleser…ohne Werbezwecke im Hinterkopf kann ich überraschenderweise dieses nur empfehlen…vielleicht liegt es aber auch daran, dass man insgeheim doch etwas Heimweh hat und sich durch die indirekte, literarische Beschäftigung mit der Heimat sich das eigene Trostpflaster gönnt…pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir in Karumba an…hätten aber auch nichts verpasst, wenn wir einigen Minuten zu spät gekommen wären…manchmal glaube ich ja, das einige Orte Reiseführern Geld bezahlen, damit sie überhaupt erwähnt werden…da Karumba nichts zu bieten hat ausser die Ausrichtung gen Westen (vielleicht mal abgesehen von dem größten Salzwasskrokodil welches je gefangen wurde mit einer stattlichen Länge von …) wird halt der Sonnenuntergang gelobt…Karumba muss viel bezahlt haben…Ohlendorf oder Schwichtenberg steht ja auch nicht im Lonely Planet (oder doch?)…trotzdem bieten solche Abstecher dann aber doch Erlebnisse, die man so nicht missen möchte…und so verbrachten wir die Nacht auf einem Campingplatz mit 200 Senioren…neben Fischbarbecue kamen wir in den Genuss sozusagen folkloristischer Darbietungen…australisches Lliedgut, einheimische Tänze und natürlich rassistische Aboriginiwitze…alles inklusive…schnell weiter Richtung Cairns und nach weiteren 500 Kilometern durften wir nun endlich das Outback hinter uns lassen und erreichten neuseeländisch anmutendes Gelände westlich von Cairns in den Atherton Tablelands…eine letzte Nacht abseits der Straße und auf nach Cairns…

…am Ankunftstag musste zunächst viel organisiert werden…morgens früher Aufbruch vom Rastplatz, denn es mussten noch ca. 150 Kilometer bewältigt werden…Zwischenstop in einem Vorort von Cairns um in Erfahrung zu bringen wo A der Maui Camper abgegeben werden muss und B der neue Juicy Camper abgeholt werden kann…nach Ankunft in Cairns stand der besagte (Tim würde jetzt sagen „froschfotzen“) grüner Pflitzer noch nicht bereit…so dass wir uns zunächst zur zentralen Information begaben, um für den nächsten Tag einen Tauchgang am Great Barrier Reef zu buchen…die Auswahl schien unüberwindlich, doch im Endeffekt kann man nichts falsch machen…alle bieten eine Massenabfertigung zu unterschiedlichen Preisen…selbst die Luxusanbieter können diesem Touristenansturm wohl kaum entkommen…doch nach langem hin und her wussten wir wem wir unser hart verdientes Geld übergeben…zurück zu Maui…unkomplizierte Abgabe der Villa und Übernahme der neuen Hütte…trotz Upgrade des eigentlich gebuchten Campers konnte man diesen dann im Vergleich eher nur als Holzhütte auf Rädern bezeichnen…doch man gewöhnt sich an alles und ich zumindest fühlte mich nach 1-2 Tagen wie zu Hause…seltsam manchmal wie schnell man eine Stabilität in einem solchen Leben dann schnell als „zu Hause“ wahrnimmt…auch vielleicht Hilferufe der Seele die sich nach einer Basis sehnt…ich habe während dieser Reise bisher eigentlich selten an zu Hause gedacht…nicht weil ich es nicht misse, aber vielleicht weil wir auch keines mehr haben…würde das finanzielle einen nicht irgendwann nach Hause zwingen, wäre ich durchaus offen für weitere 8 Monate….das Internet macht es auch viel zu einfach mit der Heimat in Kontakt zu bleiben, und so ist das Gefühl doch eher an einer langen Nabelschnur zu hängen ohne sie jemals zu durchschneiden….ob das jetzt gut oder schlecht ist kann ich nicht sagen…kurzum: grün, wendig und überschaubar mit einem Penthouse auf dem Dach, Küche im Kofferraum und Wohnzimmer inklusive DVD Player auf dem Rücksitz…unser neues Eigenheim für die letzten 12 Tage in Australien…

…am nächsten Tag ging es dann auf die gebuchte Tour zum Great Barrier Reef… Rike und ich hatten 3 Tauchgänge gebucht…ich hatte mich natürlich vorher informiert über die Möglichkeit eines Zusammentreffens mit submarinen Raubtieren…hierbei kursieren im Internet und unter den Reisenden selbst, Gerüchte und Legenden über giftige Seeschlangen, hervorschießende Moränen und natürlich dem obligatorischen Angriff des weißen Hais auf nichts ahnende Taucher…nicht das ich solchen Geschichten glauben schenken würde, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste…das Tauchermesser konnte ich mir gerade noch so verkneifen und währen ich mit der Angst kämpfte, kämpften 50 % der Crew mit aufkeimender Seekrankheit Rike inklusive….Ankunft am Riff und mal wieder atmen unter Wasser…einen Hai haben wir nicht gesehen, dafür aber 2 riesige Schildkröten…doch wir durften feststellen, dass wir mit den Philippinen schon einen guten Fang gemacht haben…da ist es wohl eher die Größe des Riffs die begeistern darf…

…am nächsten Tag sollte unser neues Gefährt dann erstmals auf seine Langstreckentauglichkeit getestet werden und so machten wir uns auf Richtung Mission Beach…bekannt for Cassowaries (Art Emus auf LSD) und langen gewunden Stränden mit Regenwald direkt anbei…Cassowaries haben wir nicht gesehen uns aber ein wenig von den Strapazen der zurückliegenden Tage erholen können…mehr als einen 4 stündigen Trek am Strand entlang durch den Dschungel sich windend inklusive kurzen Zusammentreffen mit der ersten Schlange haben wir nicht geschafft…die nächste Sehenswürdigkeit wartete auf uns, und so ging es nach 2 Nächten weiter Richtung Whitsundays…

Ankunft Airlie Beach am Nachmittag…wir hatten uns eigentlich auf der Fahrt für einen Tagestrip zu den Whitsundays entschieden…einer kleinen Inselgruppe vor der Ostküste Australiens berühmt für seine weißen, Silikat haltigen Strände und mehrtägige Segeltrips durch das türkisblaue Wasser…das Budget ließ eigentlich nicht mehr zu und auch die Zeit wurde knapp…doch Nepper, Schlepper, Bauernfäner und ein Lächeln einer blonden Touristenberaterin reichte aus und schon befanden wir uns am nächsten Tag auf einem kleinen Segelbott mit 15 anderen Mitreisenden wieder….lustig ist das je nach Erwartung des Reisenden das entsprechende positiv unterstützt wird…während uns nach einer entspannten Segeltour war, wurden unseren dänischen Mitreisenden die große Partysause auf hoher See versprochen…im Endeffekt trafen wir uns alle in der Mitte und so waren die Tage zwar etwas wettertechnisch durchwachsen doch trotzdem erlebnisreich und wunderschön….die Nächte verbrachte ich zwar meistens auf Deck aufgrund monotoner, rhythmischer Geräusche aus den Tiefen der Koje unseres irischen Mitreisenden….hätte lieber gleiche aus der Koje des französischen Pärchens gehört, aber leider straft die Beschreibung dem geneigten Leser Lügen und selbige Geräusche kamen aus den Untiefen des Schlundes…am 2. Tag besuchten wir den pittoresken und auf allen Postkarten und Reisführern abgebildeten Whitehaven Beach…hier quälte sich die Sonne dann auch einmal durch die Wolken und beglückte uns mit sonnigen Stunden am schneeweißem Strand…am 3. Tag ging es zurück und ich durfte mich direkt wieder hinters Lenkrad begeben…denn nun hatte die Realität uns wieder eingeholt und die Zeit drückte…die Linie zwischen Urlauber und Traveller wird immer deutlicher gezogen….

…nicht erwähnenswert aber für die Statitistik verbrachten wir eine Nacht in Rockhampton, um am nächsten Tag Rainbow Beach an der Sunshine Coast zu erreichen…diese sollte Ausgangspunkt für unsere Fraser Island Erkundung werden und nun hatten wir keine andere Option als eine Tagestour…fast hätte wir auch dies nicht unternommen, da erneut finanzieller Druck sich bemerkbar machte….was hätten wir verpasst….es mag vielleicht schon aufgefallen sein, dass diese Zeilen nicht mit vollem Eenthusiasmus in die Tasten gehauen werden…das mag daran liegen, dass Australien auf der Bestenliste der bisher bereisten Länder eher auf den hinteren Plätzen rangiert….das liegt nicht unbedingt am Land an sich oder den Leuten, vielleicht vielmehr an unserer allgemeinen Reisestimmung….trotzdem ist das Klientel ein anderes, unsere Vorstellung des Umherziehens abweichend und die kleinen Erlebnisse mit Einheimischen ernüchternd….insgesamt war mir vieles zu aufgesetzt und häufig waren Erlebnisse nicht echt…eher so wie ein Cafe bei Starbucks oder ein Hähnchen bei KFC…manchmal hat man Lust darauf, aber nach Genuss des Ganzen geht es einem nicht besser…indifferente Stimmung….Fraser Island war zwar ähnlich ausgelatscht doch wirklich unglaublich….das lag vielleicht auch an den Lichtverhältnissen des Tages…vorhergesagt waren Blitzgewitter…morgens sah auch alles noch danach aus…doch bereits beim Übersetzen mit dem Boot zog sich der Himmel auf….trotzdem lag weiterhin etwas leicht schlieriges in der Luft und so erwartete man hinter jeder Ecke eine Fatamorgana…fast ein Hitzeflackern…uns eröffnete sich hiermit ein ganz neuer Blick auf die Möglichkeiten, die man hätte sollte das Portemonnaie das hergeben…Allradantrieb bis in den Horiszont und abends campen am Lagerfeuer mit dem Dingo nebenan und dem frisch gefangene Fisch über selbigem…damit schloss sich für mich das Kapitel Australien und ich konnte mit den letzten 5 Wochen meinen Frieden finden…die letzten 2 Tage verbarchten wir im „Steve ihm seinem Zoo“, den Glass House Mountains und Brisbane…erwähnenswert ist vielleicht, dass Rike und ich in Brisbane noch beim Friseur waren und Rike danach aussah wie Wolfgang Petry…wir wollten ja schick sein für die Fijis…

1. August Flug nach Nadi, Ankunft und Übernachtung in der Aquarius Lodge…morgens direkt aufs Boot und ab dort begann der Südseetraum…nach obligatorischer Übergabe des Frühstücks an die Götter des Ozeans durch Rike landeten wir nach 5 Stunden auf Nacula im Blue Lagoon…BULA!!…abendliche Kava-Zeremonie und Ukulele Musik am Strand….das Bild entspricht dem Südseetraum…doch irgendwie erneut eine ganz andere Welt als in den letzten Monaten….kein Tag muss geplant werden, Essen wird eine zubereitet nur schlafen muss man selbst…wir sind in einem Resort und nicht auf den Fijis…aber das ist uns egal…wir brauchen das jetzt….ich lese…Rike hört Ipod…Ausflug zum Dorf….Kinder singen, Erwachsene tanzen in landestypischer Kleidung zu landestypischen Klängen…Rike wird vom Dorfverrückten zum tanzen aufgefordert (können sich Verrückte untereinander erkennen, egal aus welchen Ecken der Erde sie stammen?)…Rike lernt weben und ich lerne Zitate von deutschtürkischen Sonderschülern…hier schliesst sich der Kreis und momentan sind wir im Transit zwischen Fiji und Chile erneut in Neuseeland…alles fühlt sich ein bisschen wie Transit an, auch die zurückliegenden Wochen…noch eine Stunde dann beginnt das Boarding…neues Leben!



…nomads online…

14 07 2010

Zitat: „In Deutschland kann man so viele schöne Dinge machen…zum Beispiel Tierknochen auskochen!“ Zitat Ende…man mag jetzt anmuten das man oder vielmehr gesagt in diesem Fall Frau auf einer solchen Langzeitreise etwas sonderbar wird, abgeschnitten von der Zivilisation und dem üblichen Alltag, aber lässt man sich diesen Ausspruch im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen, so ist es doch der Kern oder vielmehr hier das Mark einer solchen Reise…die Rückbesinnung zu den Ursprüngen…

…viel zu lange haben wir wieder nichts von uns hören lassen oder ehrlich gesagt kann ich mich an wahrscheinlich viele kleine Details gar nicht mehr erinnern…aber die wirklich wichtigen Eindrücke dürften hängen geblieben sein…

….aktuell befinden wir uns „in the middle of nowhere“…Australienkarte zur Hand genommen und mal Gehirnschmelze starten, um vielleicht vor dem Ende diese Blogges herauszubekommen, wo in aller Welt wir da gelandet sind…denn nun geht es ja vielmehr darum, wie wir hier gelandet sind…

Pancake Rocks…Neuseeland…Westküste…Regen…da muss ich erstmal den Genrator wieder anwerfen, um mich dorthin zurück zu beamen…also nach schoenen abenden am Kamin machten wir uns nach 2 Tagen auf weiter gen Süden…nächstes Ziel sollten die beiden Gletscher Fox und Franz Joseph sein…Zwischenstop Greymouth um Resourcen aufzufüllen und schnell weiter nach Okarito einer kleinen Siedlung direkt am Meer, das uns neben einem billigen Campingplatz, Lagerfeuer und einen romantischen Sonnenuntergang bescherte…morgens wachten wir zum ersten Mal mit Minusgraden im Camper auf…doch der Duft und die Wärme des in der Nacht ausgestossenen Atems ließ uns doch zügig aus unseren Schlafsäcken klettern…Standheizung an…Frühstück gespachtelt und auf zum Franz Joseph Gletscher…hier wartete einer der schönsten Tagestreks Neuseelands auf uns und so erklommen wir langsam aber stetig den Alex Knob Trek um nach ca. 4 Stunden einen wunderschönen, sonnendendurchfluteten Blick auf den Gletscher zu erhaschen…auf eine geführte Besteigung des Gletschers hatten wir aus kostengründen verzichtet…im nachhinein mal wieder ein Wink des Schicksals…denn an diesem oder einem umliegenden Tag forderte die Besteigung seinen Tribut in Form eines Touristenlebens…hierbei entstanden relativ schnell Mythen um das Zustandekommen dieses Schicksalsschlages…so war zwar relativ schnell klar, das der Betroffene in einen Gletscherspalt gestürzt war und einen Herzinfarkt erlitten hatten…unklar und zu wilden Spekulationen unter den Travellern antreibend war aber ob derselbige erst einen Herzinfarkt hatte und aufgrund dessen herabgestürzt war, oder ob er erst stürzte und unten liegend einen Herzinfarkt erlitt….der Travellertalk ersetzt jede Bildzeitung…nun gut…wir wussten zu diesem Zeitpunkt ja noch nichts von den Vorkommnissen und bestaunten wahrscheinlich zur selben Zeit die Farbnuancen von Schnee- und Eismassen von unserem Ausguck…Wanderung hinab und Ausflug zum Gillespie Beach zwischen beiden Gletscher liegend um dort umsonst am Strand zu campen bei nun gepfegteren Temperaturen über 0 °C…morgens ging es dann direkt zum Lake Matheson in dem sich bei gutem Wetter der Gletscher spiegelt, und eines der schönsten und meist fotografiertesten Bilder Neuseelands liefern sollte…Wolken am Himmel…kein Foto…also Postkarte kaufen…und auf zum Fox Glacier…hier trauten wir uns dann doch ziemlich direkt an die Moränen und Ausläufer des Gletschers heran, tankten noch zu überteuerten Preisen und fuhren dem Sonnenuntergang Richtung Warnaka hinterher…

…unsere Beine wurden nicht müde und obwohl in alter Mann Manier mein Knie mir zu schaffen machte unternahmen wir am nächsten Tag wieder eine Wanderung zum Gipfel eines der umliegenden Berge…Lake Diamond Trek…oben angekommen nach glitschiger und teilweiser vereister Besteigung bot sich uns wahrhaftig ein glitzernder Anblick auf die umgebenen Seen…herabgestiegen und weiter…dem aufmerksamen Leser wird jetzt schon aufgefallen sein…das wir wie die Getriebenen jede Sehenswürdigkeit im Süden ansteuerten…ohne viel Zeit an den einzelen Orten zu verschwenden…doch hier saß nicht der Schalk, sondern die Zeit uns im Nacken…und so wollten wir nicht viel Zeit in den Backpacker Hochburgen Warnaka und Queenstown verschwenden…sonder zielstrebig die uns wichtigen Punkte abgrasen…also saßen wir nachmittags schon wieder im Camper und fuhren Richtung Queenstown…bewusst den Trubel meidend etwas weiter nach Glenorchy einem kleinen Dorf am gleichen Lake Wakapito liegend…abends Begegnung dritter Art mit einem Pärchen aus NY die eine Weltreise in einem Monat hinter sich bringen wollten…EIN MONAT= 2 Wochen Neuseeland+1 Woche Australien+1 Tag Singapore+1 Tag Kalkutta+1 Tag Dubai+1 Woche Santorini Griechenland und zurück…und wir beschweren uns über klägliche 8 Monate…trotzalledem hoffen wir auf ein Wiedersehen am Ende unserer Reise…

…nächster Tag Jetboat Tour auf dem Dart River mit atemberaubenden 360°C Drehungen und Kenntnisnahme von Lord of the Rings Drehorten…wieder ein Ereignis was an unserer Reisekasse zerrte…

Der nun folgende Tag sollte eines der Highlights der Neuseeland Reise werden und so begaben wir uns noch am vorigen abend nach Queenstown um frühmorgens direkt einen Bus Richtung Milford Sounds zu besteigen DEM Fjord in Neuseeland…nach langer Anfahrt und kurzem Zwischenstopp, rauf aufs Boot und Trip durch die Sounds…kitschig begleitet von einigen Delphinen zwirbelten wir um kleine Felsvorsprünge und liessen uns zur Belustigung sämtlicher Mitreisender klatschnass regnen beim Versuch unseren Becher mit Wasser unter einem gleichnamigen Fall zu befüllen…Tourinepp…hab ich gelacht…abends ging es dann zurück und nach Einbruch der Dunkelheit genossen wir 2 Stunden DVD Entertainment mit Anthony Hopkins der einen aus Invercargill stammenden Speedjunkie miemte…viel zu lange kein Fernsehen gesehen und erst recht keinen DVD abend gehabt…und hier das MANKO…ich konnte fast kein einziges Spiel der Fußball-WM live sehen…bin ich jetzt entdeutscht? Hierbei möchte ich noch anmerken, dass ich immerhin den 5. Platz der hamburgerischen Tippgemeinschaft belegen durfte OHNE je die einzelnen Mannschaften spielen zu sehen…Applaus Applaus…die Massen jubeln…doch hier kein Public Viewing…zurück in Queenstown schlossen wir nochmal unseren verloren gegangen Sohn Daniel für ein Bier zwichen den Teeniemassen in die Arme…Rike und ich haben uns nicht getraut zu tanzen, da wir das Gefühl hatten von den mindesten 10 Jahre jüngerem Publikum doch ein wenig belächelt zu werden…Omi und Opi in der Disco, noch so eine Erfahrung die in keinem Reiseführer vorkommt…

…Abschied Queenstown ohne obligatorischen Bungee Sprung und auf in die Catlins an der Südostspitze der Südinsel…einsame Gegend…einsame Bucht…einsames Hostel…Tür auf…keiner da…ausser zwei Katzen…Selbstregistrierung am Eingang…Kamin anwerfen…Essen kochen…Sonnenuntergang mit sagenhaften Panorama direkt vom Doppelbett aus…Haus für 2 Tage für uns allein….die Entspannung hatten wir uns verdient…tagsüber kleine Spritztouren zu Wasserfällen, Leuchttürmen, nicht vorhandenen Pinguinen…abends Kamin an…Essen kochen und Sonnenuntergang mit sagenhaften Panorama direkt vom Doppelbett aus….

Absatz beendet auch wenn es gefühlsmässig so weiter hätte gehen können…aber der Mount Cook…Neuseelands höchster Gipfel wartetet auf seine Begutachtung…auf dem Weg dorthin noch kleiner Zwischenstop an den Moeraki Boulders…seltsame Ansammlung runder Steine direkt an der Küste mit seltsamer Ansammlung von japanischen Touristen ringsherum….Flucht zu Lake Tekapo…doch dort erneut Zusammentreffen mit asiatischen Backpackern in der hiesigen Jugendherberge…
Morgens: Frühstück…das einzig Essbare Ei und eine letzte Scheibe Brot…Brot in den Toaster und derweil Spiegeleier in vergilbter Pfanne präparieren…Eier fertig…Blick zum Toaster…Brot weg….Mundraub!…Frage in die Runde wer eventuell meine letzte Scheibe Brot stibitzt hat…betretenes Schweigen…alle asiatischen Blicke auf den Boden gerichtet…no sir…we did not steal your bread…vernichtender Blick meinerseits…Spurensuche durch die ganze Küche…schließlich Indiz findend im Kompostmüll…Toastscheibe in die Höhe und fragender Blick in die Runde…asiatischer Blick Richtung Boden, Hände vorm Körper gefaltet, betretenes Schweigen…mein persönlcier Lieblingsfilm den ich gern in japanischer Manier auf meinem Camcorder festgehalten hätte….vollkommen anderes Verständnis von Humor…

…magenknurrend auf zum Mount Cook…noch so ein Highlight…Rike hatte bereits einige Wochen zuvor die Biographie von Sir Edmund Hillary gelesen und mir stetig auf den langen Fahrten von seinen Erlebnissen berichtet…also trafen wir nun quasi auf einen alten Freund…und ich muss wirklich zugeben, dass der mich sehr schnell tief beeindruckte…im dortigen Museum wurde sein Leben in einem kurzem Film zusammengefasst, der mich und Rike nachhaltig emotional beeindruckte…Tränen runterschlucken und Besteigung des Red Tearns Trek mit direkter Sicht auf den Mount Cook und Spaß im metertiefem Schnee…Rückfahrt in unsere asiatische Enklave am Lake Tekapo…

…vor der Weiterfahrt nach Christchurch noch mal schnell die Flüge gecheckt und schockgeweitete Augen sich spiegelnd im nicht ganz staubfreiem Monitor…kein Flug nach Sydney…zwischendurch hatte ich mal unserem Travelagenten in London eine Anfrage gesendet, ob wir noch einige Tage in Neuseeland verlängern könnten mit anschließendem Direktflug nach Melbourne…doch da keine Antwort kam dachte ich die email sei im Datenmüll gelandet…und so waren wir zwar die letzten Tage durch Neuseeland mehr oder minder gehetzt doch hatten wir eigentlich alles gesehen…Skype Anruf London…schlechte Verbindung…ich versteh kein Wort…schließlich aber Bestätigung unseres neuen Fluges Richtung Melbourne mit noch einigen Tagen im Gepäck für Neuseeland…also nochmal letzter Trek um den Lake Tekapo als Abschluß vor der ersehnten Zusammenkunft mit Kat in Christchurch…schöne Wanderung mit bitterem Beigeschmack…Eis auf dem Weg beim Abstieg bescherte mir eine selbstdiagnostizierte, gebrochene Rippe….AUA und das seit nunmehr über 4 Wochen….die ersten Tage konnte ich mich kaum bewegen und geschweige denn schlafen….doch ein herzlicher Empfang von Kat war Analgetikum genug…zusammen mit ihrer Schwester und 2 Mitbewohnern verbrachten wir entspannte Tage in Christchurch in welcher für mich das nächste Trauma folgte…Sex and the City 2…ich muss ja zugeben, dass ich die Serie auch mal ganz gerne gucke aber dieser Film war wirklich pain in the….um mich hiervon zu erholen noch 2 Tage auf der Halbinsel vor Christchurch dazugebucht und Entspannung in Akaroa…23.06.2010 Abschiedsessen bei Kat…24.06.2010 Goodbye New Zealand…hello Melbourne…

…ab jetzt sind wir Part einer neuen Community…wir sind anerkannte bereits gevouchte Couchsurfer…aus der Not heraus geboren mit langsam gähnend leeren Portemonnaie entschlossen wir uns bereits in Christchurch uns bei couchsurfing.org zu registrieren um so eine kostenlose Unterkunft zu ergattern…Idee des ganzen: Traveller bietet Traveller Couch kombiniert mit teilweise persönlicher Einführung in die Sehenswürdigkeiten seines Ortes und erhält bei nächster Reise ebenso eine Couch mit Kombiticket…Geben und Nehmen mit anschließender Bewertung der Couchbekanntschaften…etwas außerhalb von Melbourne liegend in Cheltenham holte uns Cara von Bahnhof im ramponierten roten Flitzer ab…erster Eindruck: nicht ganz dicht die Alte…kurze Führung durchs Haus…Schlüssel in die Hand…Cara geht arbeiten….Fragezeichen in unseren Köpfen…Schlüssel zum Haus auf welches sie für eine befreundete Familie aufpasst, mit meterbreitem Fernseher, Stereoanlage, Apple Laptop und anderen elektronischen Finessen bestückt in der Hand bis dato eigentlich komplett Fremder Menschen in unserer Gestalt…Dumm? Naiv? Optimistisch?…also erstmal Beine hochlegen auf besagter Couch und Zusammentreffen mit Sissi asiatischer Schwedin und ebenso Part dieser Community….abends Einkauf bei ALDI…ALDI?…und abendliches gemeinsames Brutzeln am Herd zunächst ohne Cara…nächster Tag Exploration Melbourne…kleine verwinkelte Gassen, teilweise berlinerisch abgerockt…Mode ergebene Massen stolzieren hamburgerisch kultiviert durch die Straßen der Stadt…Heimat? Zumindest warmes Gefühl in der Magengegend…abends erneutes Zusammentreffen mit Cara nun ohne Sissi die uns ihr Bett in eigenem Zimmer überließ…nun erneuter Beweis, dass man sich nicht den ersten Eindruck täuschen lassen sollte…Cara stellte sich als bereits erfahrene Couchsurferin heraus, Leuten gegenüber aufgeschlossen und mit netten, unterhaltsamen, informativen Gesprächen am Abend…so tauchten wir gemeinsam ein in IHR Melbourne…tagsüber Kunstflohmärkte wie am Mauerpark…abends gemeinsames Essen mit Freunden in Fitzroy…aufgreifen des nächsten brasilianischen Couchsurfers und Rückfahrt nach Cheltenham…nächster Tag St. Kilda am Meer…für Rike wahrscheinlich in traumatischer Erinnerung mit erstmals schmerzender, selbstdiagnostizierter Leistenhernie…ein Besuch beim richtigen Arzt steht noch aus, da Leistenbruch zwar noch vorhanden aber ohne weitere Symptome…am letzte Tag verabschiedeten wir uns von Melbourne mit einem Besuch des Eureka Towers und nahmen die nächsten Couchsurfer nun aus Deutschland in Empfang…abendliches Abschiedsessen…morgens in roter Klapperkiste zum Bahnhof…Gastgeberin mit Strümpfen auf dem Bahnsteig…Winken durch nicht zu öffnende Zugfenster…Empfangnahme unseres neuen Luxuscampers mit Dusche, WC und Küche, sowie integrierter Klimaanlage und Mikrowelle…Fragezeichen im Kopf? War da nicht von einem leeren Konto die Rede?…Lösung: Relocation! Im Internet buchten wir eine Überführung eines Fahrzeuges von Melbourne nach Adelaide entlang der Great Ocean Road, zahlen hierfür 5 $ pro Tag, bekommen teilweise das Benzin zurückerstattet und reisen somit spottbillig durch Australien…erster Stop Johanna Beach Nahe der Zwölf Aposteln…Felsen an der Steilküste Südaustraliens….morgens Blick durch Fenster und jedes Surferherz hätte höher geschlagen…wir hingegen genossen „nur“ die Aussicht…zusammen mit anderen Touris an den Sehenswürdigkeiten der Great Ocean Road vorbei, Walk über den Dächer des Regenwaldes im Otway Nationalpark und abends Richtung Mount Gambier…nächster Tag Abgabe des Autos in Adelaide….

Erster Eindruck hier…nicht definierbar…Konglomerat an Menschen…schachbrettartig angelegte Wildwestinnenstadt…Kenn ich so nicht…will ich das Kennenlernen? Erneut bereits vororganisierte Couch nun bei Claire erneut etwas ausserhalb der Stadt…Neues Spiel, gleiches Manöver! Schlüssel in der Hand, Gastgeberin weg! Claire wohnt in einem 3 Zimmer Appartement mit ihrer Freundin Matilda…beide angehende Schauspielerinnen und Matilda gerade für einige Tage auf Tour….erneut erleben wir eine Stadt aus einem so nicht zu erhaschenden Blickwinkel, besuchen Bars die wir nicht gefunden hätten, treffen Leute die wir nicht getroffen hätten, sehen Theaterstücke die wir nicht gesehen hätten und sind erneut beeindruckt wie sich ein erster Eindruck wandeln kann…nun von der Stadt nicht von der Gastgeberin! Bemerkenswerter Besuch im Higher Ground, Zusammentreffen mit jungen Comedians, langer Abend mit Witze über: Deutsche, Nazis, Touristen und Rothaarige…erneutes Trauma…

…Plan: Relocation nach Alice Springs, aber kein Job für uns…also doch Auto gebucht und Abschied Adelaide…erste Nacht im Auto in den Flinders Ranges…erstmals im Outback…erneut Minusgrade…nun aber minus 5°C…AUA…ohne Klimaanlage im Kofferraum schlafend…ich bin wieder Teenie…und darf trotzdem nicht in der Disco tanzen…
Wanderung durch den Wilpena Pound…laut Cara durch einen Meteoriten entstanden, laut Touristenbüro Humbug…zweite Nacht erneut bei Minusgraden im Auto und Weiterreise zu den Remarkables einer Gebirgskette bei Port Augusta immer noch an der Südküste Australiens liegend…erste Nacht in einer Cabin für unglaubliche 36 $ auf einem Campingplatz…Heizung! Minusgrade draußen! Vorzüge der Zivilisation!…Reise ins Outback…rauf auf den Stuart Highway mit Ziel Ayers Rock oder PC Uluru…Zwischenstopp nach über 600 Kilometern in Coober Pedy…berühmt für Häuser unter der Erde, um sich so vor der Wüstenhitze zu schützen und Opal Minen…wir denken komische Leute, seltsame Umgebung, so noch nie gesehen, also bis dato richtige Entscheidung sich durch die Mitte Australiens zu quälen…weiterhin Anweisungen folgend: Niemals anhalten! Betrunkene, Klebstoff und Benzin schnüffelnde, Kinder schlagende und somit sämtlich unkultivierte Aborigines rauben einen aus! Die Australier haben wirklich ein seltsames Verhältnis zu ihren Ureinwohner! Im Vergleich zu Neuseeland wurde dieses „Problem“ bisher noch nicht gelöst. So wurden bis in die siebziger des vergangenen 19. Jahrhunderts Kinder ihren Aborigini Familien entrissen, um sie in „weiße“ Familien zu stecken, um sie so von Generation zur Generation quasi zu bleichen! Hat offensichtlich nicht hingehauen! Wir fahren weiter! Relationen verschieben sich! Konverstaion im Auto: „ Guck mal ein Schild!“ „Noch 180 Kilometer bis zum Uluru!“ „Easy!“ Nach einem ganzen Tag Wanderung fahr ich meist noch mindestens 300 Kilometer zum nächsten Ort. Rike hat ja ihren Führerschein zu Hause aufbewahrt.

Ankunft Uluru=Ayers Rock…Sonnenuntergang am Uluru…magisch und erneutes Einchecken in unserm Lieblingshostel: Toyota…wir haben nun bereits gute Strategien entwickelt, wie man auch in einem solchen Auto sorgen- und schmerzfrei nächtigen kann…am nächsten Tag geht es an die Umrundung des Uluru, Besteigung nicht empfohlen, respektlos gegenüber den Ureinwohnern, wir sind gut erzogen…der morgendliche Sonnenaufgang wurde mit Massen „genossen“…nächster Tag Kata Tjuta=Olgers…erneut rotes Gestein aufragend aus platter Ebene…wo kommen die her? Die Aborigines glauben das Tiere durch ihr Land streichten und an solchen Orten quasi Marken hintrelissen von Kämpfen oder Zusammenkünften! Hinter jedem Ort verbirgt sich eine Geschichte! Wir sehen Aborigines die für den Park arbeiten. Glückliche, nicht zugedröhnte Gesichter!

Weiter Richtung Kings Canyon! Erneut fast 400 Kilometer! Luxusnacht im Toyota! Morgens Besteigung des Canyons! Hier darf man hinauf inklusive PC Medaille! Weiter Richtung Alice Springs, es dämmert. Erneut Bild betrunkener, Klebstoff und Benzin schnüffelnder Aborigines im Hinterkopf…Sind Deutsche so anfällig für solche Weisheiten! Wir haben mehr Angst vor den europäischen Inbreeds die sich hier zu Hauff tummeln…also schlafen wir gemeinsam mit anderen Campern am Straßenrand…wir wollen ja auch keine Känguruhs überfahren…PS: Die haben am Anfang en masse fotografiert…

Nun sind wir in the middle of nowhere mitten in Alice Springs…stehen dem Ort zwiespältig gegenüber und bereits nette und weniger nette Menschen getroffen…sehen betrunkene, Klebstoff un d Benzin schnüffelnde Aborigines…sehen schöne Gemälde einheimischer Künstler…hören Didgeridoo Klänge….Wir sind in Australien und doch nicht richtig da!