…nomads online…
14 07 2010Zitat: „In Deutschland kann man so viele schöne Dinge machen…zum Beispiel Tierknochen auskochen!“ Zitat Ende…man mag jetzt anmuten das man oder vielmehr gesagt in diesem Fall Frau auf einer solchen Langzeitreise etwas sonderbar wird, abgeschnitten von der Zivilisation und dem üblichen Alltag, aber lässt man sich diesen Ausspruch im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen, so ist es doch der Kern oder vielmehr hier das Mark einer solchen Reise…die Rückbesinnung zu den Ursprüngen…
…viel zu lange haben wir wieder nichts von uns hören lassen oder ehrlich gesagt kann ich mich an wahrscheinlich viele kleine Details gar nicht mehr erinnern…aber die wirklich wichtigen Eindrücke dürften hängen geblieben sein…
….aktuell befinden wir uns „in the middle of nowhere“…Australienkarte zur Hand genommen und mal Gehirnschmelze starten, um vielleicht vor dem Ende diese Blogges herauszubekommen, wo in aller Welt wir da gelandet sind…denn nun geht es ja vielmehr darum, wie wir hier gelandet sind…
Pancake Rocks…Neuseeland…Westküste…Regen…da muss ich erstmal den Genrator wieder anwerfen, um mich dorthin zurück zu beamen…also nach schoenen abenden am Kamin machten wir uns nach 2 Tagen auf weiter gen Süden…nächstes Ziel sollten die beiden Gletscher Fox und Franz Joseph sein…Zwischenstop Greymouth um Resourcen aufzufüllen und schnell weiter nach Okarito einer kleinen Siedlung direkt am Meer, das uns neben einem billigen Campingplatz, Lagerfeuer und einen romantischen Sonnenuntergang bescherte…morgens wachten wir zum ersten Mal mit Minusgraden im Camper auf…doch der Duft und die Wärme des in der Nacht ausgestossenen Atems ließ uns doch zügig aus unseren Schlafsäcken klettern…Standheizung an…Frühstück gespachtelt und auf zum Franz Joseph Gletscher…hier wartete einer der schönsten Tagestreks Neuseelands auf uns und so erklommen wir langsam aber stetig den Alex Knob Trek um nach ca. 4 Stunden einen wunderschönen, sonnendendurchfluteten Blick auf den Gletscher zu erhaschen…auf eine geführte Besteigung des Gletschers hatten wir aus kostengründen verzichtet…im nachhinein mal wieder ein Wink des Schicksals…denn an diesem oder einem umliegenden Tag forderte die Besteigung seinen Tribut in Form eines Touristenlebens…hierbei entstanden relativ schnell Mythen um das Zustandekommen dieses Schicksalsschlages…so war zwar relativ schnell klar, das der Betroffene in einen Gletscherspalt gestürzt war und einen Herzinfarkt erlitten hatten…unklar und zu wilden Spekulationen unter den Travellern antreibend war aber ob derselbige erst einen Herzinfarkt hatte und aufgrund dessen herabgestürzt war, oder ob er erst stürzte und unten liegend einen Herzinfarkt erlitt….der Travellertalk ersetzt jede Bildzeitung…nun gut…wir wussten zu diesem Zeitpunkt ja noch nichts von den Vorkommnissen und bestaunten wahrscheinlich zur selben Zeit die Farbnuancen von Schnee- und Eismassen von unserem Ausguck…Wanderung hinab und Ausflug zum Gillespie Beach zwischen beiden Gletscher liegend um dort umsonst am Strand zu campen bei nun gepfegteren Temperaturen über 0 °C…morgens ging es dann direkt zum Lake Matheson in dem sich bei gutem Wetter der Gletscher spiegelt, und eines der schönsten und meist fotografiertesten Bilder Neuseelands liefern sollte…Wolken am Himmel…kein Foto…also Postkarte kaufen…und auf zum Fox Glacier…hier trauten wir uns dann doch ziemlich direkt an die Moränen und Ausläufer des Gletschers heran, tankten noch zu überteuerten Preisen und fuhren dem Sonnenuntergang Richtung Warnaka hinterher…
…unsere Beine wurden nicht müde und obwohl in alter Mann Manier mein Knie mir zu schaffen machte unternahmen wir am nächsten Tag wieder eine Wanderung zum Gipfel eines der umliegenden Berge…Lake Diamond Trek…oben angekommen nach glitschiger und teilweiser vereister Besteigung bot sich uns wahrhaftig ein glitzernder Anblick auf die umgebenen Seen…herabgestiegen und weiter…dem aufmerksamen Leser wird jetzt schon aufgefallen sein…das wir wie die Getriebenen jede Sehenswürdigkeit im Süden ansteuerten…ohne viel Zeit an den einzelen Orten zu verschwenden…doch hier saß nicht der Schalk, sondern die Zeit uns im Nacken…und so wollten wir nicht viel Zeit in den Backpacker Hochburgen Warnaka und Queenstown verschwenden…sonder zielstrebig die uns wichtigen Punkte abgrasen…also saßen wir nachmittags schon wieder im Camper und fuhren Richtung Queenstown…bewusst den Trubel meidend etwas weiter nach Glenorchy einem kleinen Dorf am gleichen Lake Wakapito liegend…abends Begegnung dritter Art mit einem Pärchen aus NY die eine Weltreise in einem Monat hinter sich bringen wollten…EIN MONAT= 2 Wochen Neuseeland+1 Woche Australien+1 Tag Singapore+1 Tag Kalkutta+1 Tag Dubai+1 Woche Santorini Griechenland und zurück…und wir beschweren uns über klägliche 8 Monate…trotzalledem hoffen wir auf ein Wiedersehen am Ende unserer Reise…
…nächster Tag Jetboat Tour auf dem Dart River mit atemberaubenden 360°C Drehungen und Kenntnisnahme von Lord of the Rings Drehorten…wieder ein Ereignis was an unserer Reisekasse zerrte…
Der nun folgende Tag sollte eines der Highlights der Neuseeland Reise werden und so begaben wir uns noch am vorigen abend nach Queenstown um frühmorgens direkt einen Bus Richtung Milford Sounds zu besteigen DEM Fjord in Neuseeland…nach langer Anfahrt und kurzem Zwischenstopp, rauf aufs Boot und Trip durch die Sounds…kitschig begleitet von einigen Delphinen zwirbelten wir um kleine Felsvorsprünge und liessen uns zur Belustigung sämtlicher Mitreisender klatschnass regnen beim Versuch unseren Becher mit Wasser unter einem gleichnamigen Fall zu befüllen…Tourinepp…hab ich gelacht…abends ging es dann zurück und nach Einbruch der Dunkelheit genossen wir 2 Stunden DVD Entertainment mit Anthony Hopkins der einen aus Invercargill stammenden Speedjunkie miemte…viel zu lange kein Fernsehen gesehen und erst recht keinen DVD abend gehabt…und hier das MANKO…ich konnte fast kein einziges Spiel der Fußball-WM live sehen…bin ich jetzt entdeutscht? Hierbei möchte ich noch anmerken, dass ich immerhin den 5. Platz der hamburgerischen Tippgemeinschaft belegen durfte OHNE je die einzelnen Mannschaften spielen zu sehen…Applaus Applaus…die Massen jubeln…doch hier kein Public Viewing…zurück in Queenstown schlossen wir nochmal unseren verloren gegangen Sohn Daniel für ein Bier zwichen den Teeniemassen in die Arme…Rike und ich haben uns nicht getraut zu tanzen, da wir das Gefühl hatten von den mindesten 10 Jahre jüngerem Publikum doch ein wenig belächelt zu werden…Omi und Opi in der Disco, noch so eine Erfahrung die in keinem Reiseführer vorkommt…
…Abschied Queenstown ohne obligatorischen Bungee Sprung und auf in die Catlins an der Südostspitze der Südinsel…einsame Gegend…einsame Bucht…einsames Hostel…Tür auf…keiner da…ausser zwei Katzen…Selbstregistrierung am Eingang…Kamin anwerfen…Essen kochen…Sonnenuntergang mit sagenhaften Panorama direkt vom Doppelbett aus…Haus für 2 Tage für uns allein….die Entspannung hatten wir uns verdient…tagsüber kleine Spritztouren zu Wasserfällen, Leuchttürmen, nicht vorhandenen Pinguinen…abends Kamin an…Essen kochen und Sonnenuntergang mit sagenhaften Panorama direkt vom Doppelbett aus….
Absatz beendet auch wenn es gefühlsmässig so weiter hätte gehen können…aber der Mount Cook…Neuseelands höchster Gipfel wartetet auf seine Begutachtung…auf dem Weg dorthin noch kleiner Zwischenstop an den Moeraki Boulders…seltsame Ansammlung runder Steine direkt an der Küste mit seltsamer Ansammlung von japanischen Touristen ringsherum….Flucht zu Lake Tekapo…doch dort erneut Zusammentreffen mit asiatischen Backpackern in der hiesigen Jugendherberge…
Morgens: Frühstück…das einzig Essbare Ei und eine letzte Scheibe Brot…Brot in den Toaster und derweil Spiegeleier in vergilbter Pfanne präparieren…Eier fertig…Blick zum Toaster…Brot weg….Mundraub!…Frage in die Runde wer eventuell meine letzte Scheibe Brot stibitzt hat…betretenes Schweigen…alle asiatischen Blicke auf den Boden gerichtet…no sir…we did not steal your bread…vernichtender Blick meinerseits…Spurensuche durch die ganze Küche…schließlich Indiz findend im Kompostmüll…Toastscheibe in die Höhe und fragender Blick in die Runde…asiatischer Blick Richtung Boden, Hände vorm Körper gefaltet, betretenes Schweigen…mein persönlcier Lieblingsfilm den ich gern in japanischer Manier auf meinem Camcorder festgehalten hätte….vollkommen anderes Verständnis von Humor…
…magenknurrend auf zum Mount Cook…noch so ein Highlight…Rike hatte bereits einige Wochen zuvor die Biographie von Sir Edmund Hillary gelesen und mir stetig auf den langen Fahrten von seinen Erlebnissen berichtet…also trafen wir nun quasi auf einen alten Freund…und ich muss wirklich zugeben, dass der mich sehr schnell tief beeindruckte…im dortigen Museum wurde sein Leben in einem kurzem Film zusammengefasst, der mich und Rike nachhaltig emotional beeindruckte…Tränen runterschlucken und Besteigung des Red Tearns Trek mit direkter Sicht auf den Mount Cook und Spaß im metertiefem Schnee…Rückfahrt in unsere asiatische Enklave am Lake Tekapo…
…vor der Weiterfahrt nach Christchurch noch mal schnell die Flüge gecheckt und schockgeweitete Augen sich spiegelnd im nicht ganz staubfreiem Monitor…kein Flug nach Sydney…zwischendurch hatte ich mal unserem Travelagenten in London eine Anfrage gesendet, ob wir noch einige Tage in Neuseeland verlängern könnten mit anschließendem Direktflug nach Melbourne…doch da keine Antwort kam dachte ich die email sei im Datenmüll gelandet…und so waren wir zwar die letzten Tage durch Neuseeland mehr oder minder gehetzt doch hatten wir eigentlich alles gesehen…Skype Anruf London…schlechte Verbindung…ich versteh kein Wort…schließlich aber Bestätigung unseres neuen Fluges Richtung Melbourne mit noch einigen Tagen im Gepäck für Neuseeland…also nochmal letzter Trek um den Lake Tekapo als Abschluß vor der ersehnten Zusammenkunft mit Kat in Christchurch…schöne Wanderung mit bitterem Beigeschmack…Eis auf dem Weg beim Abstieg bescherte mir eine selbstdiagnostizierte, gebrochene Rippe….AUA und das seit nunmehr über 4 Wochen….die ersten Tage konnte ich mich kaum bewegen und geschweige denn schlafen….doch ein herzlicher Empfang von Kat war Analgetikum genug…zusammen mit ihrer Schwester und 2 Mitbewohnern verbrachten wir entspannte Tage in Christchurch in welcher für mich das nächste Trauma folgte…Sex and the City 2…ich muss ja zugeben, dass ich die Serie auch mal ganz gerne gucke aber dieser Film war wirklich pain in the….um mich hiervon zu erholen noch 2 Tage auf der Halbinsel vor Christchurch dazugebucht und Entspannung in Akaroa…23.06.2010 Abschiedsessen bei Kat…24.06.2010 Goodbye New Zealand…hello Melbourne…
…ab jetzt sind wir Part einer neuen Community…wir sind anerkannte bereits gevouchte Couchsurfer…aus der Not heraus geboren mit langsam gähnend leeren Portemonnaie entschlossen wir uns bereits in Christchurch uns bei couchsurfing.org zu registrieren um so eine kostenlose Unterkunft zu ergattern…Idee des ganzen: Traveller bietet Traveller Couch kombiniert mit teilweise persönlicher Einführung in die Sehenswürdigkeiten seines Ortes und erhält bei nächster Reise ebenso eine Couch mit Kombiticket…Geben und Nehmen mit anschließender Bewertung der Couchbekanntschaften…etwas außerhalb von Melbourne liegend in Cheltenham holte uns Cara von Bahnhof im ramponierten roten Flitzer ab…erster Eindruck: nicht ganz dicht die Alte…kurze Führung durchs Haus…Schlüssel in die Hand…Cara geht arbeiten….Fragezeichen in unseren Köpfen…Schlüssel zum Haus auf welches sie für eine befreundete Familie aufpasst, mit meterbreitem Fernseher, Stereoanlage, Apple Laptop und anderen elektronischen Finessen bestückt in der Hand bis dato eigentlich komplett Fremder Menschen in unserer Gestalt…Dumm? Naiv? Optimistisch?…also erstmal Beine hochlegen auf besagter Couch und Zusammentreffen mit Sissi asiatischer Schwedin und ebenso Part dieser Community….abends Einkauf bei ALDI…ALDI?…und abendliches gemeinsames Brutzeln am Herd zunächst ohne Cara…nächster Tag Exploration Melbourne…kleine verwinkelte Gassen, teilweise berlinerisch abgerockt…Mode ergebene Massen stolzieren hamburgerisch kultiviert durch die Straßen der Stadt…Heimat? Zumindest warmes Gefühl in der Magengegend…abends erneutes Zusammentreffen mit Cara nun ohne Sissi die uns ihr Bett in eigenem Zimmer überließ…nun erneuter Beweis, dass man sich nicht den ersten Eindruck täuschen lassen sollte…Cara stellte sich als bereits erfahrene Couchsurferin heraus, Leuten gegenüber aufgeschlossen und mit netten, unterhaltsamen, informativen Gesprächen am Abend…so tauchten wir gemeinsam ein in IHR Melbourne…tagsüber Kunstflohmärkte wie am Mauerpark…abends gemeinsames Essen mit Freunden in Fitzroy…aufgreifen des nächsten brasilianischen Couchsurfers und Rückfahrt nach Cheltenham…nächster Tag St. Kilda am Meer…für Rike wahrscheinlich in traumatischer Erinnerung mit erstmals schmerzender, selbstdiagnostizierter Leistenhernie…ein Besuch beim richtigen Arzt steht noch aus, da Leistenbruch zwar noch vorhanden aber ohne weitere Symptome…am letzte Tag verabschiedeten wir uns von Melbourne mit einem Besuch des Eureka Towers und nahmen die nächsten Couchsurfer nun aus Deutschland in Empfang…abendliches Abschiedsessen…morgens in roter Klapperkiste zum Bahnhof…Gastgeberin mit Strümpfen auf dem Bahnsteig…Winken durch nicht zu öffnende Zugfenster…Empfangnahme unseres neuen Luxuscampers mit Dusche, WC und Küche, sowie integrierter Klimaanlage und Mikrowelle…Fragezeichen im Kopf? War da nicht von einem leeren Konto die Rede?…Lösung: Relocation! Im Internet buchten wir eine Überführung eines Fahrzeuges von Melbourne nach Adelaide entlang der Great Ocean Road, zahlen hierfür 5 $ pro Tag, bekommen teilweise das Benzin zurückerstattet und reisen somit spottbillig durch Australien…erster Stop Johanna Beach Nahe der Zwölf Aposteln…Felsen an der Steilküste Südaustraliens….morgens Blick durch Fenster und jedes Surferherz hätte höher geschlagen…wir hingegen genossen „nur“ die Aussicht…zusammen mit anderen Touris an den Sehenswürdigkeiten der Great Ocean Road vorbei, Walk über den Dächer des Regenwaldes im Otway Nationalpark und abends Richtung Mount Gambier…nächster Tag Abgabe des Autos in Adelaide….
Erster Eindruck hier…nicht definierbar…Konglomerat an Menschen…schachbrettartig angelegte Wildwestinnenstadt…Kenn ich so nicht…will ich das Kennenlernen? Erneut bereits vororganisierte Couch nun bei Claire erneut etwas ausserhalb der Stadt…Neues Spiel, gleiches Manöver! Schlüssel in der Hand, Gastgeberin weg! Claire wohnt in einem 3 Zimmer Appartement mit ihrer Freundin Matilda…beide angehende Schauspielerinnen und Matilda gerade für einige Tage auf Tour….erneut erleben wir eine Stadt aus einem so nicht zu erhaschenden Blickwinkel, besuchen Bars die wir nicht gefunden hätten, treffen Leute die wir nicht getroffen hätten, sehen Theaterstücke die wir nicht gesehen hätten und sind erneut beeindruckt wie sich ein erster Eindruck wandeln kann…nun von der Stadt nicht von der Gastgeberin! Bemerkenswerter Besuch im Higher Ground, Zusammentreffen mit jungen Comedians, langer Abend mit Witze über: Deutsche, Nazis, Touristen und Rothaarige…erneutes Trauma…
…Plan: Relocation nach Alice Springs, aber kein Job für uns…also doch Auto gebucht und Abschied Adelaide…erste Nacht im Auto in den Flinders Ranges…erstmals im Outback…erneut Minusgrade…nun aber minus 5°C…AUA…ohne Klimaanlage im Kofferraum schlafend…ich bin wieder Teenie…und darf trotzdem nicht in der Disco tanzen…
Wanderung durch den Wilpena Pound…laut Cara durch einen Meteoriten entstanden, laut Touristenbüro Humbug…zweite Nacht erneut bei Minusgraden im Auto und Weiterreise zu den Remarkables einer Gebirgskette bei Port Augusta immer noch an der Südküste Australiens liegend…erste Nacht in einer Cabin für unglaubliche 36 $ auf einem Campingplatz…Heizung! Minusgrade draußen! Vorzüge der Zivilisation!…Reise ins Outback…rauf auf den Stuart Highway mit Ziel Ayers Rock oder PC Uluru…Zwischenstopp nach über 600 Kilometern in Coober Pedy…berühmt für Häuser unter der Erde, um sich so vor der Wüstenhitze zu schützen und Opal Minen…wir denken komische Leute, seltsame Umgebung, so noch nie gesehen, also bis dato richtige Entscheidung sich durch die Mitte Australiens zu quälen…weiterhin Anweisungen folgend: Niemals anhalten! Betrunkene, Klebstoff und Benzin schnüffelnde, Kinder schlagende und somit sämtlich unkultivierte Aborigines rauben einen aus! Die Australier haben wirklich ein seltsames Verhältnis zu ihren Ureinwohner! Im Vergleich zu Neuseeland wurde dieses „Problem“ bisher noch nicht gelöst. So wurden bis in die siebziger des vergangenen 19. Jahrhunderts Kinder ihren Aborigini Familien entrissen, um sie in „weiße“ Familien zu stecken, um sie so von Generation zur Generation quasi zu bleichen! Hat offensichtlich nicht hingehauen! Wir fahren weiter! Relationen verschieben sich! Konverstaion im Auto: „ Guck mal ein Schild!“ „Noch 180 Kilometer bis zum Uluru!“ „Easy!“ Nach einem ganzen Tag Wanderung fahr ich meist noch mindestens 300 Kilometer zum nächsten Ort. Rike hat ja ihren Führerschein zu Hause aufbewahrt.
Ankunft Uluru=Ayers Rock…Sonnenuntergang am Uluru…magisch und erneutes Einchecken in unserm Lieblingshostel: Toyota…wir haben nun bereits gute Strategien entwickelt, wie man auch in einem solchen Auto sorgen- und schmerzfrei nächtigen kann…am nächsten Tag geht es an die Umrundung des Uluru, Besteigung nicht empfohlen, respektlos gegenüber den Ureinwohnern, wir sind gut erzogen…der morgendliche Sonnenaufgang wurde mit Massen „genossen“…nächster Tag Kata Tjuta=Olgers…erneut rotes Gestein aufragend aus platter Ebene…wo kommen die her? Die Aborigines glauben das Tiere durch ihr Land streichten und an solchen Orten quasi Marken hintrelissen von Kämpfen oder Zusammenkünften! Hinter jedem Ort verbirgt sich eine Geschichte! Wir sehen Aborigines die für den Park arbeiten. Glückliche, nicht zugedröhnte Gesichter!
Weiter Richtung Kings Canyon! Erneut fast 400 Kilometer! Luxusnacht im Toyota! Morgens Besteigung des Canyons! Hier darf man hinauf inklusive PC Medaille! Weiter Richtung Alice Springs, es dämmert. Erneut Bild betrunkener, Klebstoff und Benzin schnüffelnder Aborigines im Hinterkopf…Sind Deutsche so anfällig für solche Weisheiten! Wir haben mehr Angst vor den europäischen Inbreeds die sich hier zu Hauff tummeln…also schlafen wir gemeinsam mit anderen Campern am Straßenrand…wir wollen ja auch keine Känguruhs überfahren…PS: Die haben am Anfang en masse fotografiert…
Nun sind wir in the middle of nowhere mitten in Alice Springs…stehen dem Ort zwiespältig gegenüber und bereits nette und weniger nette Menschen getroffen…sehen betrunkene, Klebstoff un d Benzin schnüffelnde Aborigines…sehen schöne Gemälde einheimischer Künstler…hören Didgeridoo Klänge….Wir sind in Australien und doch nicht richtig da!
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