Vientiene & 4000 islands

26 03 2010

…so…die beiden umtriebigen melden sich mal wieder zurück…alles ist gut und wir haben uns mal den luxus gegönnt keine elektronische Kommunikation zu nutzen…es ist zwar immer wieder schön etwas aus der heimat zu hören doch manchmal möchte man auf dieser reise auch diese nabelschnur kappen…aus angegebenen anlass möchte ich mich nochmal für eventuelle rechtschreib- und ausdrucksfehler entschuldigen…aber ich sitze meistens nach halb durchgemachter nacht in irgendeinem verschlag und bemühe mich bei all dem gewusel und moskitogesurre um mich herum noch einige grüße nach hause zu schicken…hierbei gruß an die sich beschwerenden…die namen werden von der redaktion bei rückfragen gerne veröffentlicht ;)…ach und bevor ich es vergesse hier nochmal ein mitten im text untergebrachter geburtstagsgruß an christian…ich hoffe ihr habt schön gefeiert…so nun aber schnurstracks zurück ins siamesische reich…räucherkerze angezündet, meditations cd eingelegt, schummriges licht geschaffen…und damit seid ihr weiter weg von der realität südostasiens als der eisbär vom südpol…stattdessen motorengehäul, abgassmog, lautes karaokegedudel und neonröhren soweit das auge reicht…und das schöne daran….es ist so wunderbar…gestern musste ich fast 10 Stunden einer 16 stündigen busfahrt das gelaber eines deutschen luft und raumfahrtstudents aus dem süddeutschen raum ertragen…der ununterbrochen…8 stunden!!!…seinen nachbarn und leider auch uns mit seinen weisheiten beeindrucken wollte aber nicht konnte…kaum in kambodscha angekommen ging das geplärre los über schlechte straßenverhältnisse, sowie unzuverlässige abfahrts und ankunftszeiten der lokalen busunternehmen…kurzum kambodschas größtes problem stellt die unzufriedenheit westlicher touristen mit lokalen gegebenheiten dar, wobei sich hierbei die schlange in den schwanz beißt, denn schlechte straßenverhältnisse bedingen unzuverlässige ankunftszeiten bedingen unzufriedene westliche touristen bedingen verlust von einnahmen aus der tourismusindustrie bedingen weniger subventionen für die infrastruktur…würden doch mehr meiner geschätzten busnachbarn mir ihrem knowhow aus 2 semestern an der TU schwabingen oder saarbrücken (ich hab letztes semester einen kurs buisness englisch belegt) dieses land vor ort unterstützen…so müssten wir uns um den lokalen genpool weniger sorgen machen…naja…frust bei seite…vielleicht war ich auch durch die selbige busfahrt etwas übermüdet und dementsprechend übersensibilisiert…uns gehtrs zu gut und wir haben schließlich siem reap in kambodscha erreicht…kurz zurückgespult sind wir nach Vang Vieng mit dem Bus nach Vientiene der Hauptstadt Laos gegurkt…mit von der Partie waren neben den üblichen verdächtigen nun auch Maggie und Max aus Münster (milch macht müde männer munter)…ankunft später nachmittag in vientiene…hier wieder einmal ein gruß an den lohse verlag…nach beschreibung der selbigen stadt hatte sich ein leicht fadiger film auf meinem gaumen gebildet…beschreibung und realität lagen für uns hierbei mal wieder weltweit auseinander…klein aber fein mit einem französichem bouquet im abgang…so hätten wir durchaus mehrere tage hier bleiben können…doch umtriebig wie wir nun mal sind hatten wir schon den nachtbus für den nächsten tag geordert…ankunft also im youth hostel (die haben uns ernsthaft noch reingelassen, waren aber auch gut getarnt zwischen all den teenagern und twens) ging es dann abends an den mekong um am strand für einen appel und ein ei nudeln und reis zu erhalten…einmal der strömung getrotzt und man wäre schon auf thailändischen boden gewesen…ins wasser haben wir uns dann aber auch nicht getraut und so schlummerten rike und ich zufrieden in unserem fensterlosen verschlag…nächster tag sportlich betätigt auf dem drahtesel und schwungvoll in die pedale getreten um einen ersten abstecher zum talaat sao dem lokalen markt zu unternehmen…erster eindruck: 13 jährige teenmönche stehen mit aufgerissenen augen und geweiteten pupillen vor amerikanischen liebesfilmdvds und kichern dabei wie japanische mädchen mit vorgehaltener hand, während der andere ganz unbeeindruckt daneben steht und gelangweilt auf seinen ipod starrt um den nächsten song von marilyn manson anzuspielen…der lokale buddhismus in seiner vollsten blüte…ehrlich und gerade heraus…wir ließen uns dann durch das getümmel treiben und strandeten am nächsten waffelstand der uns mit frischen maisgeruch förmlich in seinen bann nahm…gekaut, verschluckt und verdaut ging es dann weiter zum That Luang dem wohl wichtigsten buddhistischen monument in laos verewigt auf jeder kipnote…golden stach die stupa in den himmel und nach rundgang und den obligatorischen fotos ging es dann auch schon wieder gen heimat…denn dort wartete um 7 Uhr unser Pickup zum Busbahnhof…hier trennten sich unsere wege und wir mussten uns von Luzie und Meg verabschieden…eingequetscht auf wenige quadratmeter verbrachten rike und ich eine unruhige nacht in unserem nachtbus nach Pakse…der bus war ausschließlich mit liegen ausgestattet (ausnahme der fahrer) und wir erwischten das hochbett neben dem klo, über uns die klimaanlage und der lautsprecher der internen soundanlage…was für ein olfaktorisches, akustisches und allgemein sensorisches hocherlebnis…nach 1-2 stunden schlaf ankunft pakse und direkte weiterfahrt nach don det auf die 4000 inseln im mekong am südlichsten zipfel laos quasi mit einem bein schon in kambodscha…dort angekommen ging es mit dem boot auf eine der inseln und nach 4 kilometern fussmarsch hatten wir das santiphab guesthouse an der brücke zu don khone erreicht…erschöpft ließen wir uns in die hängematte fallen…noch wahrnehmend das deutsche worte uns willkommen hießen..lutz aus berlin leitet zusammen mit einer laotischen familie dieses kleine paradies mitten am mekong…wir hatten einen kleinen bungalow ohne eigenes bad und klo und so durften wir im außenbereich direkt mannshohe spinnen begrüßen die uns mit ihren leuchtenden augen ebenso willkommen hießen…somit habe ich den letzten tagen nach meiner höhenangst auch meine arachnophobie besiegt und so hat diese reise auch positive einflüssen auf meine sparbüchse hätte ich doch zu hause einige scheine für etliche therapiesitzungen hinblättern dürfen…kurzum…nächster tag per pedes die inseln inklusive wasserfall und bad im mekong erkundet…dabei wiedereinmal zwei mädels aus deutschland in die arme gelaufen…zuvor war Carly bereits auf ihren neuen reisepartner nedaf aus israel getroffen, welcher besagte deutsche mädels bereits in luang prabang kennengelernt hatte…den nächsten tag haben wir ausschließlich in der hängematte verbracht, lesend und den einen oder anderen shake schlürfend…am abend großér abschied von allen und morgens rauf auf den kutter, rein in den bus, über die grenze (inklusive gesundheitscheck), rein in den bus, raus aus den bus, umsteigen in kompong cham und etwas gerädert nach besagten 16 Stunden Ankunft im Siem Reap…nun gehts in die tempel von angkor und es beginnt für uns gefühlstechnisch ein neuer abschnitt dieser reise….die beiden vagabunden



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4 Antworten zu “Vientiene & 4000 islands”

  • Dieter Lange sagt:

    Moin. Ich lese gerade die Sonderausgabe der „Die Welt“. 300 Jahre Charite. 1710 als Pesthaus erbaut. Am 6.Okt. beginnt die Festwoche in Berlin. Da seid Ihr ja wieder da.? Schönen Sonntag. Euer Papa

  • VERA sagt:

    hallo, die kamotschaner haben uns schon vor 3 jahren erzählt, dass die starsse besser werden soll. scheint nicht geklappt zu haben 6 stunden für 50 km buckelpiste ist nicht erquickend ,gel!!
    auf bald
    VERA

  • Dieter Lange sagt:

    Liebe Rike, lieber Bjoern, wir verfügen jetzt über Skype, unser Besitzername „dieterunderikalange“
    Genießt weiterhin die Zeit! Wir wünschen Euch erlebnisreiche Tage, Wochen und Monate!!!
    Vielleicht klappt ja irgendwann der direkte Kontakt.
    Liebe Grüße Dieter/Papa und Erika

  • Carlota Scholz-Eberbach sagt:

    Liebe Rike, lieber Björn,
    am 29.3. habe ich eure Karte von Luang Prabangs bekommen und mich natürlich sehr gefreut!
    Hier fangen die Ostertage mit Sonne doch auch mäßigen 13 Grad an. David hat seine Augen-OP gut überstanden –
    Weiterhin viel Freude mit allen Multi-Kulti Leuten und passt gut auf euch auf, soweit es eben geht. Unglaublich, aber über 5 Wochen sind nun schon um…
    Viele Bussis und Gruß auch von Mike Mama/Carlota

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